Messestadt Riem:21-Jähriger kommt bei Drogendeal ums Leben

Lesezeit: 1 min

Messestadt Riem: Die schlimmen Folgen eines offenbar schief gelaufenen Drogendeals beschäftigen die Polizei in München.

Die schlimmen Folgen eines offenbar schief gelaufenen Drogendeals beschäftigen die Polizei in München.

(Foto: Leonhard Simon/SZ)

Ein junger Mann kommt am Wochenende nach München, offenbar um ein größeres Drogengeschäft abzuwickeln. Nun ist er tot - und die Mordkommission fahndet nach drei Tatverdächtigen.

Von Joachim Mölter

Ein offensichtlich missglückter Drogendeal hat einen 21-Jährigen am Sonntag das Leben gekostet. Er erlag in einem Krankenhaus den schweren Verletzungen, die er bei einer Auseinandersetzung in der Messestadt Riem erlitten hatte. Die Polizei fahndet nach drei Verdächtigen.

Das 21 Jahre alte Opfer und ein 16 Jahre alter Begleiter waren am Samstag mit dem Zug aus dem Landkreis Coburg nach München gekommen, um ein vermutlich größeres Drogengeschäft abzuwickeln. Sie trafen sich am U-Bahnhof Messestadt-Ost mit drei Männern ähnlichen Alters; gemeinsam gingen sie weiter in eine nahegelegene Grünanlage an der Elisabeth-Mann-Borgese-Straße. Dort trennten sich der 21- Jährige und einer des Trios von der Gruppe und begaben sich in ein nahes Wohnhaus, wo es wohl zu einer Auseinandersetzung kam. Gegen 17.25 Uhr kehrte der 21-Jährige schwer verletzt zu dem 16-Jährigen zurück und brach zusammen. Eine Anwohnerin alarmierte die Rettungskräfte. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den drei Tatverdächtigen mit mehr als 15 Streifenwagen war erfolglos.

Der wegen Drogenhandels polizeibekannte 21-Jährige wurde nach notärztlicher Behandlung ins Krankenhaus gebracht, wo er anderntags verstarb. Über die Art seiner Verletzungen sowie eine mögliche Tatwaffe machte die ermittelnde Mordkommission keine Angaben; eine Schusswaffe wurde als Tatwerkzeug ausgeschlossen. Unklar ist auch, ob und wie viel Geld dem Opfer entwendet worden ist.

Der mutmaßliche Haupttäter wird als etwa 20 Jahre alt beschrieben, rund 1,85 Meter groß, schlank, mit schwarzen, kurzrasierten Haaren; er sei mit grauem Oberteil, kurzer Hose und weißen Schuhen bekleidet gewesen. Seine Komplizen trugen jeweils helle Jeans, der eine dazu eine dunkelblaue Trainingsjacke mit weißen Streifen an den Ärmeln, der andere einen dunklen Kapuzenpulli mit heller Aufschrift. Letztgenannter trug zudem eine dunkle Kappe und eine braune Herrenumhängetasche. Wem in der Nähe der Riemer Parks und der U-Bahnhöfe Messestadt verdächtige Personen aufgefallen sind, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden unter der Nummer 089/29100.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusPolizeiskandal in München
:Jäger der Koks-Polizisten

Bei Staatsanwalt Jakob Schmidkonz liefen über drei Jahre lang die Fäden aller Ermittlungen der Soko Nightlife zusammen. Es war der größte Drogenskandal, den die deutsche Polizei jemals gesehen hat. Er sagt: "Wer braucht schon Netflix, wenn er Nightlife hat."

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB