Computertomograf auf der Wiesn:"Das kann Menschenleben retten"

Computertomograf auf der Wiesn: Entlastung für die Notaufnahme der Krankenhäuser: Den mobilen Computertomografen auf der Wiesn wird es mindestens die nächsten vier Jahre wieder geben.

Entlastung für die Notaufnahme der Krankenhäuser: Den mobilen Computertomografen auf der Wiesn wird es mindestens die nächsten vier Jahre wieder geben.

(Foto: Robert Haas)

Die Stadt finanziert auch in diesem und den kommenden Jahren ein mobiles CT-Gerät auf dem Oktoberfest. Die Kosten dafür sind hoch. Doch im Stadtrat sieht man deutliche Vorteile.

Von Heiner Effern

Besucher des Oktoberfests können nach einem Unfall weiterhin direkt auf der Festwiese mithilfe eines Computertomografen (CT) untersucht werden. Nachdem die Bereitstellung des mobilen CT-Geräts in den vergangenen beiden Jahren zu einer Hängepartie geraten war, die erst auf den letzten Drücker ein gutes Ende fand, hat der Stadtrat am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung Klarheit für die kommenden vier Jahre geschaffen. Bis 2027 wird es sicher ein CT-Gerät in der Sanitätsstation geben, die Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro wird die Stadt übernehmen.

Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne) zeigte sich froh, dass der medizinische Service auf dem Oktoberfest weiter ein CT-Gerät beinhaltet. "Angesichts der Menschenmengen, die auf der Wiesn zusammenkommen und der unvermeidbaren medizinischen Notfälle, die dort auftreten, ist es absolut sinnvoll, dort einen mobilen Computertomografen vorzuhalten", sagte sie. Das Gerät soll vor allem die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, denn durch eine Diagnose auf der Sanitätsstation der Wiesn müssen viele Patientinnen und Patienten nicht mehr dorthin gefahren werden.

Wiesn-Stadträtin Berger schätzt, dass ungefähr 20 Einlieferungen pro Wiesntag vermieden werden können, insgesamt also deutlich mehr als 200. Darüber hinaus kann jemand mit schweren Verletzungen durch die schnelle Untersuchung gleich auf dem Oktoberfest schnell und passgenau behandelt werden. "Das kann Menschenleben retten", sagte Berger. Bezahlen muss den Computertomografen die Stadt selbst. Eine rechtliche Möglichkeit, die Kosten auf die Wirte oder Beschicker umzulegen, gibt es nicht. Die Ausschreibung soll nun umgehend erfolgen.

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