Tarifstreit im öffentlichen Dienst:Warnstreiks an Münchner Hochschulen und Museen

Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Auch in München wird Verdi heute präsent sein - mit einer Kundgebung um 12 Uhr vor der Technischen Universität.

Auch in München wird Verdi heute präsent sein - mit einer Kundgebung um 12 Uhr vor der Technischen Universität.

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes ruft die Gewerkschaft Verdi heute in München zu Arbeitsniederlegungen auf. An Unis und Kultureinrichtungen kann es zu Einschränkungen kommen. Ein Theater hat bereits eine Vorstellung abgesagt.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder ruft die Gewerkschaft Verdi für diesen Montag Beschäftigte der Münchner Hochschulen, Staatstheater und anderer Landeseinrichtungen zu Warnstreiks auf. Betroffen sind unter anderem auch die Bayerische Schlösserverwaltung, die Staatsgemäldesammlungen und das Deutsche Museum.

"Ich gehe davon aus, dass wir um die 2000 Teilnehmer werden", sagte Verdi-Koordinator Heinrich Birner mit Blick auf die Kundgebung am Montagmittag (12.00 Uhr) vor der Technischen Universität.

"Es wird nicht so sein, dass wir eine Hochschule lahmlegen. Aber ich denke schon, dass der eine oder andere Lehrstuhl verwaist sein wird", sagte die Verdi-Zuständige Christiane Glas-Kinateder. Auch die Mensen dürften vielerorts kein oder kaum Essen anbieten.

Für Kulturliebhaber werden sich ebenfalls Einschränkungen ergeben. So wird die Aufführung von "Peer Gynt" am Residenztheater ersatzlos entfallen, wie das Haus mitteilte.

10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 500 Euro

In dem Tarifkonflikt geht es um das Einkommen von bundesweit etwa 1,1 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes der Länder. Das Ergebnis wird üblicherweise auch auf die 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte übertragen. In Bayern sind es laut Birner etwa 155 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie etwa 227 000 Beamtinnen und Beamte. Deshalb ruft auch die Gewerkschaft der Polizei zu dem Warnstreik am Montag auf.

Verdi fordert 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr. Die Arbeitgeberseite hat die Forderungen als unbezahlbar zurückgewiesen. Bis zur dritten Verhandlungsrunde im Dezember wollen die Gewerkschaften deshalb mit Warnstreiks Druck machen.

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