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Neubauprojekt:Viel Schwung, wenig Energie

Auf dem Knorr-Bremse-Gelände sollen 500 Wohnungen entstehen

Mitten im Industriegebiet zwischen Moosacher Straße und dem Eisenbahn-Nordring entsteht ein neues Wohnquartier im Grünen mit 500 Wohnungen und Apartments. Auf dem weitläufigen Gelände des Münchner Konzerns Knorr-Bremse AG finden außer den Wohnblöcken auch Kindertagesstätten, Gewerbe, Gastronomie sowie die Einrichtung für ein Seniorenheim Platz. Zum Frankfurter Ring im Süden wird sich ein Park anschließen, dort befindet sich auch das historische Verwaltungsgebäude der Knorr-Bremse. Am Mittwoch stellte das Münchner Planungsreferat dem Stadtrat die Ergebnisse des Ideen- und Realisierungswettbewerbs vor. Die Mitglieder des Planungsausschusses zeigten sich zufrieden mit dem von der Jury bevorzugten Entwurf. Anna Hanusch, Fraktionsvorsitzende der Grünen, bezeichnete die Gebäudesimulation mit geschwungenen Balkonen als "sehr spannend". Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter lobte den Entwurf des Düsseldorfer Büros ingenhoven architects gmbH mit WKM Landschaftsarchitekten als gelungen. "Hoffen wir mal, dass es in der Realität möglichst nah an dem Entwurf bleibt", sagte Reiter.

Denn darauf hat die Stadt nur bedingt Einfluss. Die Düsseldorfer Bewerber hätten zwar einen überzeugenden Entwurf präsentiert, und auch das Energiekonzept der Architekten werde "außerordentlich begrüßt", heißt es in der Jury. Der Entwurf sieht ein klimaneutrales Quartier vor. Trotzdem bleibt die Frage noch offen, ob der Investor Opes Immobilien das von einer "Green Building Strategie" geprägte Konzept aus finanziellen Aspekten heraus auch umsetzen wird. Zudem hat die Jury darauf bestanden, dass an dem Entwurf noch nachgebessert wird. So soll sich beispielsweise die Geschossfläche um etwa 10 000 auf mehr als 46 000 Quadratmeter erhöhen. Davon sind etwa die Hälfte für Wohnen und noch einmal etwa 10 000 Quadratmeter für Apartments (beispielsweise für Studenten) und Betreutes Wohnen vorgesehen. Auch öffentliche Dachterrassen sind vorgegeben - für diejenigen, die sich kein Penthouse leisten können.

© SZ vom 17.06.2021 / anl/van
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