Mietmarkt:Ein Zimmer, 1080 Euro kalt

Eine Ein-Zimmer-Wohnung in der Kirchenstraße 87 soll zu hochpreisig vermietet worden sein.

Eine Ein-Zimmer-Wohnung in der Kirchenstraße 87 soll zu teuer vermietet worden sein.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Evi Brandl ist eine der reichsten Frauen Münchens und besitzt Immobilien in großem Stil. In mindestens einem Fall soll ihre Firma für eine Wohnung eine Miete verlangt haben, die wegen ihrer Höhe gegen das Gesetz verstößt.

Von Sebastian Krass

Joachim Mischke ging es im Frühsommer 2020 wie Tausenden Menschen jedes Jahr: Sie sind neu in München und brauchen dringend eine Wohnung. Mischke, der in Wirklichkeit anders heißt, wurde in Haidhausen fündig, in einem schmucklosen Fünfzigerjahrebau in der Kirchenstraße 87: eine Ein-Zimmer-Wohnung mit Wohnküche, Bad und Balkon, 41 Quadratmeter, Nettomiete 1080 Euro pro Monat. Vermieterin ist über eine ihrer Firmen Evi Brandl, die die Metzgereikette Vinzenz Murr mit etwa 230 Filialen und mehr als 2000 Beschäftigten aufgebaut hat und bis heute - gemeinsam mit ihren Söhnen - Eigentümerin und Geschäftsführerin ist. Brandl besitzt auch Immobilien in großem Stil, sie ist eine der reichsten Frauen Münchens, das "Manager-Magazin" schätzt das Vermögen der "Familie Evi Brandl" auf 700 Millionen Euro.

Zur SZ-Startseite
Mieten und Wohnen: Besichtigung einer Wohnung

Mietmarkt
:Drei Nachmieter und dann schnell raus?

Wer eine bessere Wohnung findet, will meist möglichst schnell aus der alten ausziehen - und sucht nach einem Nachmieter. So einfach ist das allerdings nicht. Worauf zu achten ist.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: