Fotografie:Was wir der Erde antun

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Fotografie: Es gehört zum Stil von Tom Hegen, eine verschandelte Landschaft, eine schlimme Botschaft in etwas Schönem zu transportieren. Dieses Foto zeigt eine Lithium-Abbaustätte in Chile.

Es gehört zum Stil von Tom Hegen, eine verschandelte Landschaft, eine schlimme Botschaft in etwas Schönem zu transportieren. Dieses Foto zeigt eine Lithium-Abbaustätte in Chile.

(Foto: Tom Hegen)

Früher wollte Tom Hegen unberührte Natur fotografieren. Bis er merkte: Die gibt es eigentlich nicht mehr. Also begann er, den Klimawandel zu dokumentieren. Eine Geschichte über Schönheit und Grausamkeit.

Von Elisabeth Fleschutz

So schön sah Klimawandel noch nie aus. Braunkohleabbau wird zum Hingucker, die Fotos von ausgetrockneten Flussbetten will man sich ins Wohnzimmer hängen. Wer Tom Hegens Bilder betrachtet, dem wird klar: Das Anthropozän kann sehr ästhetisch sein, wenn man nur genug Abstand dazu gewinnt. Denn genau das macht der Luftbildfotograf, wenn er sich einem Motiv nähert. Er fängt seine Bilder aus vielen Metern Höhe ein, im 90-Grad-Winkel zur Erdoberfläche. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche - und überraschend ansprechende - Perspektive.

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