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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Schilderwald am Isar-Strand

Lokalpolitiker fordern eindeutige Grillverbote

Von Birgit Lotz, Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt

Schon jetzt ist klar, dass der Freizeitdruck auf die Isarauen auch diesen Sommer hoch ist. Doch wo man den Grill anwerfen darf und wo nicht, das ahnen einige Isar-Besucher erst, wenn sie schauen, was der Nachbar auf dem Kiesstrand so tut oder lässt. Die FDP im Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt will die unübersichtliche Beschilderung geändert sehen. Mehr als 500 Gebots- und Verbotsschilder sowie Infotafeln unterschiedlicher Machart wollen die zwei FDP-Vertreter Andreas Siebel und Katrin Nesemann gezählt haben. 2017 habe es bereits einen Vorstoß zur Reduzierung gegeben, ein Workshop sollte die Orientierung verbessern und eine klare Ausweisung gewährleisten, sagte Siebel. Doch ein Ergebnis sei letztlich ausgeblieben.

An den Eingängen zu den Isarauen sollten große weiße Tafeln mit schraffierten Feldern die Grillzonen ausweisen und unmissverständlich klar machen, wo man grillen darf, so Siebels Grundidee. Andreas Klose (Rosa Liste) wies darauf hin, dass die Grillzonen-Problematik das Viertel nicht betreffe, das gehe die Nachbarn an. "Das gibt es nur am Flaucher." Arne Brach, Fraktionssprecher der Grünen/Rosa Liste, war gegen schraffierte Flächen. Er plädierte für "eindeutige" Grillverbot-Schilder. Der BA forderte die Stadt einstimmig auf, noch in diesem Jahr ein Konzept auszuarbeiten und umzusetzen.

© SZ vom 16.07.2020 / e

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