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München heute:Woher kommt das Wasser im Stammstrecken-Tunnel? / Prozess gegen Mietbetrügerin

S-Bahn Stammstrecke in München fährt wieder

Eine rote Lampe wies am Dienstag darauf hin, dass auf der Stammstrecke nichts ging.

(Foto: Lino Mirgeler/dpa)

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Wer im Laufe des Dienstags in München zu einer S-Bahn-Station kam, traf auf viele meist genervt dreinblickende Menschen. Nur selten hingegen bekamen Fahrgäste ein entscheidendes Element eines S-Bahn-Netzes zu sehen: eine S-Bahn. Grund war der Wassereinbruch auf Teilen der Stammstrecke - der weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Nahverkehr hatte.

Eine gesperrte Stammstrecke ist im August eigentlich keine überraschende Nachricht für die Münchnerinnen und Münchner, nimmt doch die Bahn an den Wochenenden Bauarbeiten an den Haltestellen vor. Umso überraschender traf die Sperrung am Dienstag wohl die Verantwortlichen der S-Bahn, schafften sie es doch auch bis zum Abend nicht, zumindest außerhalb der Stammstrecke einen funktionierenden S-Bahnverkehr aufzustellen.

Mindestens genauso frustrierend: Die Informationsstrategie der Bahn, wobei das Wort Strategie in diesem Zusammenhang eigentlich falsch ist. Am Ostbahnhof beispielsweise folgte zwar Durchsage auf Durchsage, allerdings überschnitten sie sich und waren dadurch nicht zu verstehen - selbst wer ein paar Satzteile aufschnappte, wurde davon nicht informiert: Immer wenn eine S-Bahn einfuhr (was selten genug vorkam), sprinteten Leute von einem ganz anderen Gleis zu diesem Zug - weil sie an der Anzeige an der S-Bahn erkannten, dass sie auf genau diese Bahn gewartet hatten.

Die Informationen, die am Mittwoch von den Bahn-Verantwortlichen zu hören waren, beruhigen nicht wirklich: Sie wissen nicht, woher das Wasser kam - und es fließt weiter ins Gleisbett (wird jetzt nur besser abgepumpt). Bleibt zu hoffen, dass die Informationspolitik bei der nächsten ungeplanten Sperrung besser wird. Wobei es da vermutlich realistischer ist, dass die Bahn schwimmfähige Züge einsetzt - sozusagen S-Bahn mit Seeblick.

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