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Zum Tod von Hans-Jochen Vogel:4444 prägende Tage für München

Die Olympischen Spiele, neue Maßstäbe beim Wohnungsbau und eine Revolution in der Verkehrspolitik: Hans-Jochen Vogel gestaltete als Oberbürgermeister die Zukunft der Stadt.

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Hans-Jochen Vogel bei der Grundsteinlegung des Olympiastadions, 1969

Quelle: Fritz Neuwirth

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Mit 34 Jahren wurde der SPD-Kandidat Hans-Jochen Vogel 1960 zum Münchner Oberbürgermeister gewählt. Genau 4444 Tage war er im Amt - und prägte in dieser Zeit die Stadt maßgeblich. Er holte die Olympischen Spiele, schuf Trabantenstädte wie Neuperlach und verbannte Autos aus der Innenstadt - ein Rückblick in Bildern.

Hans-Jochen Vogel bei der Grundsteinlegung für das Olympiastadion auf dem Oberwiesenfeld. Ein paar Tage Bedenkzeit hatte er sich genommen, als ihm 1965 der damalige NOK-Chef Willi Daume die Idee einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 1972 vorgetragen hatte.

Hans-Jochen Vogel am Oberwiesenfeld, 1963

Quelle: Hans Enzwieser/SZ Photo

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Doch dann ging es schnell: Für die Bewerbung blieben nur 60 Tage Zeit. Trotz mancher Bedenken entschieden sich Vogel (Mitte) und die Stadt für die kühnen Olympiapark-Entwürfe des Architekten Günther Behnisch auf dem Oberwiesenfeld.

Hans-Jochen Vogel bei Grundsteinlegung zur Siedlung "Am Hasenbergl"

Quelle: Kurt Huhle

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Bevölkerungswachstum und Wohnungsnot sind für München nicht neu. In den Sechzigerjahren wuchs die Stadt um 25 000 Einwohner pro Jahr. Also mussten Wohnungen her, und zwar im großen Stil. Hans-Jochen Vogel legte 1960 den Grundstein für die Siedlung Am Hasenbergl.

Georg Kronawitter, Bernd Lauter, Hans-Jochen Vogel und Lauritz Lauritzen, 1968

Quelle: Fritz Neuwirth

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1967 begannen die Bauarbeiten für die Entlastungsstadt Neuperlach. Aus Vogels Zeit stammen auch die Pläne für eine Entlastungsstadt im Münchner Westen, die gerade gebaut wird: Freiham.

Hans-Jochen Vogel eröffnet S-Bahn

Quelle: Otfried Schmidt/SZ-Photo

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Zu Vogels größten Projekten gehörte der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in einer Stadt, die schon damals unter dem Autoverkehr ächzte. 1965 begannen die Bauarbeiten für die erste U-Bahnlinie durch die Stadt, zwei Jahre später für den S-Bahntunnel, der 1972 in Betrieb ging.

Alfons Goppel mit Hans-Jochen Vogel auf dem Nockherberg, 1965

Quelle: Otfried Schmidt, SZ-Photo

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Hans-Jochen Vogel (rechts) mit Alfons Goppel auf der Bühne bei der Starkbierprobe auf dem Nockherberg. Hinter ihnen das U der U-Bahnstation Nockherberg - in der Zeit des Baus der Münchner U-Bahn.

Hans-Jochen Vogel bei der Eröffnung der Münchner Fußgängerzone, 1972

Quelle: Fritz Neuwirth

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Das Gesicht der Münchner Innenstadt hat sich unter Vogel stark verändert. Der Autoverkehr wurde aus dem Zentrum verbannt, 1972 weihte der OB die neue Fußgängerzone ein. Deutliche Kritik gab es am Bau des Altstadtringtunnels, den Vogel aber stets als notwendig verteidigte.

Hans-Jochen Vogel bei der Eröffnung des Stachus-Zentrums, 1970

Quelle: Fritz Neuwirth

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Der OB 1970 bei der Eröffnung des Stachus-Zentrums.

© SZ.de/infu

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