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Schlägereien:"Sobald die Polizei auftaucht, gibt es ein neues Feindbild: die Polizei"

Polizei

Beide Situationen konnten die Polizisten nur in den Griff kriegen, indem sie Verstärkung holten.

(Foto: dpa)

Zweimal werden Beamte an diesem Wochenende Ziel von Aggression und Gewalt.

Von Philipp Crone

Gleich zwei Mal ist es am Wochenende zu Angriffen auf Polizisten gekommen. Als die Beamten am Samstagabend gegen 20.30 Uhr zu einem Einsatz direkt beim Präsidium in der Kaufinger Straße gerufen wurden, sollten sie zunächst einen Streit in einer Gruppe von etwa 20 Jugendlichen in den Griff bekommen. Ein 18-jähriger Schüler aus Maisach schlug einem Beamten mit der Faust zwei Mal ins Gesicht und wurde daraufhin von Polizisten zu Boden gebracht und festgenommen.

Aus der Menge der Schaulustigen heraus, insgesamt waren es laut Polizei etwa 50 Personen, kamen nun Anfeuerungen für den Festgenommenen. Manche Zeugen filmten den Einsatz. Die Polizei forderte Verstärkung an und nahm insgesamt vier junge Männer im Alter von 16 bis 18 Jahren fest und sprach 15 Platzverweise aus.

Etwa zwei Stunden später wurde die Polizei zum Ostbahnhof gerufen, wo im Untergeschoss eine Schlägerei zwischen zehn Personen im Gange sei. Als die Beamten die Situation klären wollten, wurde eine Polizistin von einer 19-jährigen Münchnerin angespuckt. Sie wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt. Das wiederum führte dazu, dass Umstehende versuchten, die 19-Jährige gewaltsam zu befreien.

Wieder musste die Polizei Verstärkung anfordern, um die Situation unter Kontrolle und die 19-Jährige zur Wache der Bundespolizei zu bringen. Ein Sprecher kommentierte die beiden Vorfälle am Sonntag mit den Worten: "Sobald die Polizei auftaucht, gibt es ein gemeinsames neues Feindbild: die Polizei."

© SZ vom 13.07.2020 / cro/imei

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Bei einer Schlägerei wird ein 18 Jahre alter Schwarzer festgenommen. Die Beamten hätten ihn schwer verletzt und kaum atmen lassen, sagt er. Diese entgegen, der Jugendliche habe sie gezielt attackiert.

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