Lufthansa-Pläne:Deutlich mehr Langstreckenflüge ab München - und wieder mehr "A380"

Lufthansa-Pläne: Vom Flughafen München sollen im kommenden Jahr so viele Lufthansa-Flüge starten wie noch nie zuvor.

Vom Flughafen München sollen im kommenden Jahr so viele Lufthansa-Flüge starten wie noch nie zuvor.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Von Sommer 2024 an will die Lufthansa wöchentlich rund 190 Langstreckenfüge starten, gut 40 mehr als im Moment. Welche Ziele dazukommen - und was das Unternehmen mit seiner Flotte "A380" in München vorhat.

Die Lufthansa will ihr Angebot an Langstreckenflügen im kommenden Jahr am Flughafen München so stark ausbauen wie noch nie. "Wir planen das größte Langstreckenwachstum in der Geschichte der Lufthansa hier in München", sagte Lufthansa-Airlines-Vorstandschef Jens Ritter bei einem Pressetermin am Flughafen am Dienstagabend.

"Derzeit fliegen wir wöchentlich circa 150 Langstreckenflüge", sagte Ritter. Im Sommer 2024 werde man mehr als 190 Flüge pro Woche anbieten. "Das ist ein noch nie da gewesenes Wachstum von über 20 Prozent." Lufthansa Airlines ist die deutsche Kernmarke des Konzerns. Zur Gruppe zählen noch 300 Töchter, darunter die Fluggesellschaften Swiss, Austrian, Eurowings und Brussels. München ist nach Frankfurt sowohl zweitgrößter deutscher Flughafen als auch zweitgrößter Lufthansa-Standort.

Seattle, Hongkong und Johannesburg sollen neu in den Münchner Interkontinental-Flugplan aufgenommen werden. So soll es im kommenden Sommer unter anderem 105 Flüge pro Woche nach Nordamerika geben und 72 nach Asien.

München ist auch Stützpunkt für das weltgrößte Passagierflugzeug A380, das die Fluggesellschaft bereits eingemottet hatte. Insgesamt besitzt die Lufthansa noch acht davon. Vier sind bereits reaktiviert, die übrigen vier Maschinen sollen im Lauf der kommenden beiden Jahre wieder in Dienst gehen. "Damit haben wir die A380-Flotte dann hier in München komplett", sagte Ritter. Etwa zwei Drittel der mehr als 100 Lufthansa-Langstreckenmaschinen sind aber in Frankfurt stationiert.

Der Lufthansa-Airlines-Chef machte keinen Hehl aus der Verärgerung des Unternehmens über die schlechte Bahnanbindung des Münchner Flughafens. Anders als in Frankfurt gibt es keinen ICE-Anschluss, die S-Bahn ist von häufigen Pannen und Verspätungen geplagt. "Wenn die Reise in die Welt mit einer S-Bahn beginnt, die leider nicht funktioniert, dann ist das kein Ruhmesblatt für die Stadt München", kritisierte Ritter. "Auch nicht für den Flughafen, und letztendlich auch nicht für uns."

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