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Wettbewerb für Kinder:Nachfolger für Waldi gesucht

Dackelmuseum in Passau

Olympia-Waldi war das Maskottchen der Sommerspiele von 1972 in München.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

Das Maskottchen für die European Championships, die kommendes Jahr in München stattfinden, dürfen Kinder gestalten: Das Organisationskomitee hat einen Wettbewerb ausgeschrieben.

Von Ralf Tögel

Die etwas betagteren Zeitgenossen können sich sicher noch an Olympia-Waldi erinnern. Das Maskottchen der Sommerspiele von 1972 in München. Nein, der Sportmoderator des Bayerischen Rundfunks mit dem Gebrauchtwagenverkäufer-Charme ist nicht gemeint, sondern der lustige bunte Dackel.

Waldis Prototyp wurde vom damaligen Gestaltungsbeauftragten der Spiele, Otl Aicher, entworfen und war das erste offizielle Olympia-Maskottchen. Die Idee dazu hatte Willi Daume, der ewige Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, weil er selbst einen Dackel als Haustier hatte - wie seinerzeit viele andere Münchner. Das hat sich mittlerweile geändert, Dackel sind seltener geworden und Maskottchen hat mittlerweile schon fast jeder Pizza-Lieferservice.

Also haben sich die Gestaltungsbeauftragten der European Championships, die im kommenden Jahr in München stattfinden sollen, etwas Besonderes überlegt. Das Organisationskomitee veranstaltet einen Wettbewerb, bei dem Kinder von drei bis 13 Jahren ihre Ideen und Vorschläge für ein Maskottchen malen oder basteln sollen. Die Kinder können ihrer Kreativität und Verspieltheit freien Laufen lassen, einzige Vorgabe ist: Das Maskottchen muss laufen können und athletisch sein. Die Vorschläge können bis 30. Mai per E-Mail oder postalisch geschickt werden (Informationen unter www.munich2022.com/de/maskottchen). Die drei bis fünf besten Ideen werden einer Jury vorgelegt, welche den Siegervorschlag kürt.

Die European Championships, bei denen in den Sportarten Beachvolleyball, Kanu-Rennsport, Klettern, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Tischtennis, Triathlon und Turnen vom 11. bis 21. August 2022 die Europameister gekürt werden, sollen genau 50 Jahre nach den Sommerspielen 1972 eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Tradition und Moderne schlagen. Die Multi-Europameisterschaft ist das mit Abstand größte Sportereignis seither in der Landeshauptstadt, und wie damals ist der Olympiapark der Mittelpunkt des Geschehens.

Das Maskottchen wird Teil des Leitbilds der Championships, das in seiner Optik an die Kreationen von Otl Aicher erinnert und somit eine bewusste Hommage an die Spiele von 1972 sein soll. Es soll "das omnipräsente Aushängeschild" dieses Mini-Olympia werden, "das Gesicht von München 2022". Olympiapark-Chefin Marion Schöne glaubt, dass die Fähigkeit, Begeisterung und Sympathie zu wecken, vor allem Kindern in die Wiege gelegt ist. Und hofft, "dass möglichst viele Kinder in der aktuellen Situation die Zeit nutzen und teilnehmen".

© SZ vom 22.04.2021/baso, van
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