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Lokalrunde:Hendl to go

Christian Ribitzki von der Drunken Dragon Bar mit verschieden zubereitetem Hendl: classic fried chicken, korean fried chicken und kathoey fried chicken

Christian Ribitzki von der Drunken Dragon Bar setzt auf Hühnchen.

(Foto: Florian Peljak)

Neues in der Not: Die Drunken Dragon Bar setzt in der Corona-Krise auf Hühnchen zum Mitnehmen

Cocktails verkaufen, das ist gerade kein sehr lukratives Geschäftsmodell. Die "getränkebasierte Gastronomie", wie die Fachleute sagen, also Bars und Clubs, dürfen unter den Corona-Beschränkungen noch immer nicht öffnen und haben somit ein gravierendes Existenzproblem. Das geht auch der Drunken Dragon Bar in der Müllerstraße so, dem Ableger des bekannten Schwabinger Szene-Restaurants Hutong Club. Dessen Küchenchef Christian Ribitzki lässt sich von der Krise jedoch nicht unterkriegen: "Man muss sich dann halt einfach wieder neu erfinden."

Und das hat er nun getan. Chinesische Snacks aus dem Hutong Club gab es in der Bar unweit des Sendlinger Tors und mitten im Ausgehviertel am Glockenbach schon immer. Nun aber werden sie gewissermaßen zum eigentlichen Geschäftsmodell: Hühnchen auf asiatische Art, zum Essen am Ort oder zum Mitnehmen. Kanton Fried Chicken, sozusagen.

Ribitzki hat lange herumüberlegt und in der Küche experimentiert, bis es soweit war. So gibt es jetzt sieben Variationen von gebratenem Hühnchen zum Mitnehmen, von klassisch über koreanisch bis hin zum "Taiwanese Popcorn Chicken" und dem zurecht so heißenden "Kill-That-Diet Fried Chicken". Das alles mit verschiedenen Soßen wie Kimchi-Mayonnaise, "Spicy Korean" oder "Crispy Chili". Die Boxen mit jeweils acht, zwölf oder 16 Hühnchenstücken kosten zwischen 23 und 47 Euro. Und natürlich gibt es auch noch ein paar andere Klassiker aus der Barküche, die man in der Bar abholen kann. (Drunken Dragon Bar, Müllerstraße 51, Takeaway unter Telefon 24 21 61 15, montags bis samstags 11.30-14 Uhr sowie 17.30-21 Uhr).

Mit dem Neuerfinden hat es auch der Little Wolf in der Pestalozzistraße. Der amerikanische Diner macht in seinem Smoker neuerdings neben Pulled Beef und Schweinerippchen auch Fisch. Forelle von der Aumühle im Isartal nämlich, geräuchert auf Mesquite- und Buchenholz. Dazu gibt's Alabama White Sauce, eine Grillsoße aus Mayonnaise, Weißweinessig, Meerrettich und Apfelsaft. Zusammen ist das ein echter Geheimtipp und für 16 Euro auch günstig (Pestalozzistraße 9, donnerstags bis samstags 17-21 Uhr, www.little-wolf.de).

© SZ vom 19.06.2020

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