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Shadow Bean:Ein Café-Bar-Lokal von Geeks für Geeks

Ein kleiner Deadpool bewacht die Chocolate Chip Cookies im Shadow Bean. Abends gibt es dann Tapas und ein paar spanische Hauptgerichte.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Comic-Helden nehmen im Shadow Bean viel Platz ein. Aber: Willkommen sind alle, die gern guten Kaffee trinken, brunchen oder sich auf ein paar Drinks und Tapas mit Freunden treffen wollen.

Markus Atov nickt zu dem gerahmten Poster über der Kasse. Dort hängt Deadpool, sein bevorzugter Comic-Held. Überall im Shadow Bean hängen Superhelden an den Ziegelsteinwänden, Wonder Woman, Spider-Man. Und hinter dem Tresen stapelt sich eine ungewöhnliche Sammlung von Kochbüchern: Walking-Dead-Rezepte gibt es zum Beispiel, oder auch Pokémon-Cookies. Comics kaufen und bestellen können die Gäste auch. Das Shadow Bean ist ein Café-Bar-Lokal von Geeks für Geeks. Aber natürlich auch für alle anderen, die gerne brunchen, sich auf Kaffee und Kuchen oder ein Mittagessen verabreden möchten und abends bei Drinks beisammen sitzen und ein paar Tapas dazu essen.

Jahrelang befand sich an der Augustenstraße 56 die Bar Ginger mit asiatischer Küche - eine Anlaufstelle für hungrige und durstige Maxvorstädter. Als die Bar schloss, gab kurz ein Burger-Laden sein Gastspiel. Jetzt versuchen es Markus und Kamen Atov mit einem ausgefalleneren Konzept. Es funktioniert also gelegentlich auch noch andersrum in der Stadt, wo sonst eher individuelle Läden von Burgerketten übernommen werden.

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Markus Atov hat sein Handwerk bei Heinz Winkler gelernt, er ist Koch und Konditor und hat in Spanien und in Los Angeles gearbeitet. Das schlägt sich im kulinarischen Angebot nieder: Selbst gebackener Peanut-Butter-Fudge-Cake, eine vegane Avocado-Tarte, Cupcakes und Cakepops verzehren die Gäste nachmittags zu ihrem Kaffee. Zum Sonntagsbrunch gibt es Bagels, French Toast (7,50 Euro) und Buttermilch-Pancakes mit Blaubeeren und Ahornsirup (5,80). Abends kommt dann die spanische Seite zum Tragen. Natürlich gibt es auch ein paar Hauptgerichte, vor allem aber Tapas: Datteln im Speckmantel mit Mandelkern (5,90), Gambas in Öl (9,90), Höhlenkäse mit eingelegten Feigen (6,90). Markus Atovs Mann Kamen ist Barista, demnächst werden die Bohnen für den Kaffee im Laden selbst geröstet.

Zu einigen alkoholischen Kreationen auf der Getränkekarte würde durchaus auch ein Stück Kuchen passen: Zum "Red Coffee Highball" mit Campari und Coffee Tonic zum Beispiel oder zum "Black Coffee Old Fashioned" mit Whisky, Zucker, Bitters und Coffee Tonic. Aber es gibt auch kaffeefreie Drinks, die Gin-basierten "Tropical Breeze" mit Grapefruit, Bitter Lemon, Pfirsichsirup und Orangen und "Blueberry Twist" mit Johannisbeersaft, Kirschsirup, Tonic und Blaubeeren etwa (alle Drinks 7,45 Euro).

Die Karte ist übersichtlich gehalten, aufwendige Cocktails gibt es anderswo zu Genüge. Im Shadow Bean liegt der Fokus mehr auf dem Verspielten: Montags trifft sich dort eine Gruppe Magic-Card-Spieler, gerade stehen die Betreiber wegen einer Game-Night mit Nintendo in Kontakt, und auch Brettspielabende sind in Planung. Das Shadow Bean ist erst seit ein paar Wochen geöffnet, vieles ist noch im Entstehen begriffen. Momentan sitzen die Gäste abends vor allem gemütlich draußen auf den bunten Stühlen und Tischen auf der Augustenstraße, naschen ein paar Speckdatteln und testen sich durch die Drinks. Und nach dem Genuss einiger Cold-Brew-Drinks könnten durchaus Superhelden-Gefühle in dem ein oder anderen wach werden.