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Schulneubauten:Und noch ein Gymnasium

WIr bald in einem zweiten Gymnasium in Neubiberg unterrichtet? Die CSU fordert genau das.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Neubiberger CSU fordert Neubau in Unterbiberg

Die Neubiberger CSU fordert den Bau eines zweiten staatlichen Gymnasiums in der Gemeinde im Ortsteil Unterbiberg. "Wir müssen jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft der kommunalen Bildungspolitik stellen", sagt Thomas Pardeller, der gemeinsam mit seinen Kollegen Nicola Gehringer und Tobias Thalhammer einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingereicht hat.

Der enorme Zuzug und das anhaltend hohe Bevölkerungswachstum bekämen auch und gerade Schüler und Lehrer zu spüren, so der CSU-Ortsvorsitzende - durch "große Klassen und regelrecht überfüllte Schulen". Hinzu kämen die Auswirkungen der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums. Ein zweites Gymnasium würde das bestehende Neubiberger Gymnasium entlasten und die Bildungslandschaft "sinnvoll ergänzen", ist die Neubiberger CSU überzeugt.

Auch die Direktoren werben für ein neues Gymnasium

Damit greifen die Christsozialen eine Forderung der Direktoren der Gymnasien Ottobrunn, Neubiberg und Höhenkirchen auf, die sich Mitte Mai in einem Brandbrief an Landrat Christoph Göbel (CSU) gewandt und Alarm geschlagen hatten. Die Schulleiter mahnten, ihre Gymnasien seien an den Kapazitätsgrenzen angelangt, und forderten den Bau eines weiteren Gymnasium im südöstlichen Landkreis, ohne einen Standort zu benennen. Die Schulleiter lobten damals auch die Entscheidung des Landkreises, keine Mega-Schulen mit Kapazitäten von 1500 Schülern oder mehr entstehen zu lassen.

Ein Blick in den Schulbedarfsplan für den Landkreis offenbart indes, dass die Gefahr solch großer Schulen längst nicht gebannt ist. Derzeit wird dem Neubiberger Gymnasium, das in diesem Schuljahr etwas mehr als 1300 Schüler besuchen, bis ins Jahr 2032 eine Kapazität von nahezu 1600 Kinder und Jugendlichen vorhergesagt. Auf das Ottobrunner Gymnasium werden in 14 Jahren weit mehr als 1400 Schüler gehen; im benachbarten Unterhaching werden es ebenfalls mehr als 1500 Gymnasiasten sein. Wenn nicht weitere Schulen gebaut werden.

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Die CSU erkennt in einem anderen Projekt Vorbildcharakter: dem Bau der neuen Grundschule in Unterbiberg. In der lang gezogenen Gemeinde könnten Schulwege teils sehr lang sein; zusätzlich werden die Ortsteile durch die S-Bahnlinie getrennt. Auch um die Wege zur Schule kürzer zu gestalten, sei deshalb eine zweite Grundschule errichtet worden. Dieses Modell könnte nach Ansicht von Pardeller auch für die Gymnasialstufe angewandt werden.