Planegg:Entscheidung zu Gewerbegebiet wird neu aufgerollt

Grüne Gruppierung setzt Überprüfung des Beschlusses im Umweltausschuss durch den Gemeinderat durch.

Über eine Erweiterung des Gewerbegebiets Steinkirchen um rund 10000 Quadratmeter in östlicher Richtung wird der Planegger Gemeinderat nun doch noch einmal diskutieren. In der Sitzung des Gremiums am Donnerstagabend stellte die Grüne Gruppe 21 einen Antrag auf Nachprüfung des Beschlusses, den das Gremium vorige Woche gefällt hatte - ein Beschluss, der vor allem im örtlichen Bund Naturschutz für Kritik und zu zwei Rücktritten geführt hatte. So stellten die beiden Vorsitzenden Dorit Zimmermann und Hildburg Kraemer inzwischen ihre Ämter zur Verfügung. Um den Antrag der Gruppe 21 durchzubringen, mussten drei Gemeinderäte zustimmen. Überraschenderweise stimmte am Donnerstagabend neben Eva Schreier (Grüne Gruppe) und Felix Kempf (SPD) auch Peter von Schall-Riaucour (Pro Planegg und Martinsried) zu, der bei der ersten Abstimmung eine Erweiterung des Gewerbegebiets ausdrücklich befürwortet hatte. Zur Begründung sagte der Politiker am Freitag der SZ, sein "Verständnis von Demokratie und vollständiger Transparenz" habe ihn veranlasst, "die Reset-Taste zu drücken". Da eine Entscheidung für eine Erweiterung nicht nur den gerade erst beschlossenen Flächennutzungsplan betreffe, sondern auch das extra angefertigte Bürgergutachten, das ausdrücklich keine Erweiterung wünschte, glaube er, dass "diese sehr wichtige Entscheidung" vom Gesamtplenum des Gemeinderats abgesegnet werden müsse. An seiner Grundhaltung ändere das allerdings nichts. Die erste Entscheidung war nur vom Umweltausschuss des Gemeinderats gefällt worden.

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