Breuninger statt Konen:Noch ein bisschen mehr Luxus für München

Breuninger statt Konen: Aus Konen wurde Breuninger. Die Münchner werden sich an den Besitzerwechsel und den neuen Namen gewöhnen müssen.

Aus Konen wurde Breuninger. Die Münchner werden sich an den Besitzerwechsel und den neuen Namen gewöhnen müssen.

(Foto: Leonhard Simon)

Schon seit zwei Jahren gehört Konen zur Stuttgarter Fashion-Kette Breuninger. Nun wurde das Haus umgebaut. Ein erster Eindruck von den wiedereröffneten Verkaufsflächen.

Von Thomas Becker

"Nicht wiederzuerkennen!" Allein für diesen Ausruf einer Gästin hat sich doch der ganze Aufwand gelohnt, nicht wahr? Eigentlich hätte man der guten Frau ein Mikro in die Hand drücken müssen, um ihre Satz gewordene Begeisterung in alle sechs Stockwerke zu übertragen, auf dass auch wirklich jeder Mitarbeiter die frohe Kunde vernehme, um dann erleichtert durchschnaufen zu können: "Schau, haben wir nicht umsonst gebuckelt!"

Man ist zu Gast bei einer Sneak Preview im Kaufhaus, diesem zuletzt arg in Existenznot geratenen Ding aus einer anderen Zeit, das deshalb in diesem Fall nun auch "Fashion + Lifestyle Department Store" heißt. Vor zwei Jahren wurde Konen, früher eines der größten deutschen Modehäuser mit einer Historie seit 1871, vom Stuttgarter Modehändler Breuninger übernommen. Der sah nun nach dem fortlaufenden Umbau die Zeit für gekommen, den Münchnern mal zu zeigen, wie weit man schon ist.

Breuninger statt Konen: Model und Schauspielerin Sarah Brandner neben Handtaschen und vor dem Alten Peter, der verrät, dass man hier in München ist.

Model und Schauspielerin Sarah Brandner neben Handtaschen und vor dem Alten Peter, der verrät, dass man hier in München ist.

(Foto: Leonhard Simon/Leonhard Simon)

Nach einem geführten Marsch durch die Geschosse, bei dem sich Model Sarah Brandner, Moderatorin Jenny Augusta, Fotograf Simon Lohmeyer und Mode-Experte Julian Daynov als Stichwortgeber für die jeweiligen Abteilungsleiter verdingt haben, muss man sagen: ziemlich weit. In einigen Ecken wird noch gewerkelt werden, zum Beispiel im Erdgeschoß, wo im August das Straßencafé Eduard - benannt nach dem Firmengründer - mit gut hundert Plätzen öffnen wird. Geld ausgeben kann man auf den 12.500 Quadratmetern aber schon jetzt. Und das nicht zu knapp.

Breuninger statt Konen: Noch wird an manchen Ecken gewerkelt im neuen Fashion-Haus, aber der Verkauf von hochwertiger Mode ist im vollen Gange.

Noch wird an manchen Ecken gewerkelt im neuen Fashion-Haus, aber der Verkauf von hochwertiger Mode ist im vollen Gange.

(Foto: Leonhard Simon/Leonhard Simon)

Denn Breuninger, ein Konzern mit rund 6500 Mitarbeitern, 13 Standorten, einer Milliarde Euro Umsatz und ein paar unschönen Betriebsratsgeschichten, hat sich dem Luxus verschrieben. Während in den Etagen zwei und drei Mode für Damen und Herren zu haben ist, heißt es in Stockwerk eins "Damen Luxus" und "Damen Exquisit", gleiches bei den Herren in Etage vier. Auch im Untergeschoss muss der Geldbeutel jetzt mal stark sein: In der Damen-Schuhwelt mit gar gülden glitzernden Pumps mit Herzchen im Stiletto-Absatz und schwarz glänzenden Birkenstocks mit Goldschnalle geht es bei hundert Euro los und hört bei tausend nicht auf. Man lege Wert auf "freshness und newness", heißt es, habe "Breuninger-Fashion-Expertise mitgebracht". Mal sehen, ob die Münchner gerade darauf gewartet haben.

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