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Kommunalwahl:Wolfgang Wiehle tritt für die AfD an

AfD im Dialog - Wiehle und Birghan

Wolfgang Wiehle saß lange Zeit für die CSU im Münchner Stadtrat, seit der Bundestagswahl 2017 gehört er als Abgeordneter der AfD dem Bundestag an.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Partei nominiert ehemaligen CSU-Stadtrat als OB-Kandidaten

Nun hat die CSU-Kandidatin Kristina Frank auch noch einen ehemaligen CSU-Stadtrat als Mitbewerber bei der Oberbürgermeister-Wahl: Die Aufstellungsversammlung der AfD hat den 55 Jahre alten Wolfgang Wiehle mit einem Ergebnis von 94 Prozent zum OB-Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März 2020 gekürt. Wie Wiehle selbst am Sonntag per Presseerklärung bekannt machte, habe er keine Gegenkandidaten gehabt. Von 1994 bis 2002 war der Diplom-Informatiker Mitglied der CSU-Stadtratsfraktion, seit 2017 sitzt er für die AfD im Bundestag, er kandidierte im Wahlkreis München-Süd.

Wiehle gehörte der CSU bis 2013 insgesamt 31 Jahre lang an und war zeitweise Landesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). 2013 wechselte er zur AfD und ist dort seit 2014 Kreisvorsitzender im Münchner Süden. Der gebürtige Münchner nannte für seinen Wahlkampf als Schwerpunktthemen "Verkehr, Sicherheit, Migration und transparente Verwaltung". Wiehle kündigte zudem öffentliche Gegenwehr an gegen Versuche, "die AfD im Kommunalwahlkampf in einem fairen demokratischen Wettbewerb zu behindern". Die Partei klagt darüber, dass eigene Veranstaltungen oder Kundgebungen durch Gegendemonstranten gestört würden und Druck auf Gastwirte ausgeübt werde, der AfD keine Räume zu vermieten.

Mit Wiehles OB-Kandidatur steigt die Wahrscheinlichkeit weiter, dass es im Frühjahr 2020 nach dem ersten Wahlgang zu einer Stichwahl um den Oberbürgermeister-Posten kommt. Als aussichtsreichste Kandidaten für diese Stichwahl gelten Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und die Herausforderinnen Katrin Habenschaden (Grüne) und Kristina Frank (CSU).