Flughafen München "Ein Flug für 9,99 Euro ist obszön"

Michael Kerkloh will, dass die Fluggäste stärker zur Kasse gebeten werden. Es dürfe sich keine "Aldi-Mentalität" einstellen, sagt der Flughafen-Chef.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Michael Kerkloh ist seit 17 Jahren Chef des Münchner Flughafens. Er spricht über die Abhängigkeit von der Lufthansa und darüber, wie eine dritte Startbahn ein Beitrag zum Klimaschutz sein könnte.

Interview von Caspar Busse und Jens Flottau

Sein Büro ist ziemlich geräumig, überall stehen Modellflugzeuge, auf einem Sessel sitzt ein riesiger Stofftier-Elch. Michael Kerkloh, 65, ist bereits seit 17 Jahren Chef des Flughafens München, dem nach Frankfurt zweitgrößten Airport in Deutschland. Ende dieses Jahres geht er in den Ruhestand, aber vorher rechnet er noch mal mit Kritikern ab.

SZ: Herr Kerkloh, was machen Sie eigentlich im kommenden Jahr?

Michael Kerkloh: Ich mache erst mal eine Pause. Ich freue mich darauf, dass ich die Verfügungsgewalt über meinen eigenen ...

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