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SZ-Serie: Münchner Chefzimmer:"Die Türen müssen offen bleiben"

Matthias Lilienthal, hier entspannt in seinem Büro. Das Einzelzimmer hat er gleich am Anfang aufgegeben.

(Foto: Stephan Rumpf)

Leicht chaotisch wirkt der Schreibtisch von Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal auf den ersten Blick. Doch in seinem Büro gelten zwei wichtige Regeln. Ein Besuch.

Irgendjemand hat "Fuck you" auf den Zettel mit CSU-Briefkopf geschrieben. Fuck You mit Ausrufezeichen. "Ist nicht von mir", sagt Kammerspiele-Intendant Matthias Lilienthal mit einem nonchalanten Schulterzucken. Die Sache ist ja schon lange her, und wer weiß, wer da mal im Vorübergehen den Stift angesetzt hat? Ein Jahr ist vergangen, seit Lilienthal mit seinem Aufruf zur Ausgehetzt-Demo gegen die CSU die Partei erzürnt hat. So sehr, dass sie per Stadtratsantrag eine Strafe dafür gefordert hatte. Eine Kopie des Antrags hängt zwischen bunten Postern, Plakaten und Fotos an einer Pinnwand. "Ich war denen immer zutiefst dankbar, dass sie sich diese Blöße gegeben haben", sagt Lilienthal.

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