Fürstenfeldbruck:Frühjahrsputz für die Umwelt

Fürstenfeldbruck: Große Mengen Unrat kommen zusammen, wenn beim Ramadama aufgeräumt wird.

Große Mengen Unrat kommen zusammen, wenn beim Ramadama aufgeräumt wird.

(Foto: Gemeinde Gröbenzell/oh)

Fürstenfeldbruck, Gröbenzell und Puchheim organisieren wieder ein Ramadama.

Von Ariane Lindenbach, Fürstenfeldbruck

Der Frühling ist da oder beginnt bald, je nachdem ob man die kalendarische oder meteorologische Einteilung zugrunde legt. Und so wie viele Menschen diese Jahreszeit zum Anlass nehmen, zu Hause ihre Räumlichkeiten vom Staub und Schmutz der letzten Heizperiode befreien wollen, tut auch draußen im Freien etwas Aufräumarbeit Not. Zwischen kahlen Ästen und Zweigen haben sich Plastikfolien und -tüten verfangen, gelegentlich liegt eine Plastikflasche oder ein To-go-Becher in der Landschaft - und immer wieder Zigarettenkippen. Weil Aufräumen gemeinsam mehr Spaß macht und außerdem als kleine Motivationshilfe am Ende der Aktion eine Brotzeit spendiert wird, rufen die Städte Fürstenfeldbruck und Puchheim sowie die Gemeinde Gröbenzell an einem der kommenden Samstage zum Ramadama auf.

Den Auftakt machen die Ostkommunen Gröbenzell und Puchheim am Samstag, 9. März. Seinen Ursprung hat die Aktion dort an den Böhmer Weihern, jenen auf Münchner Flur liegenden Baggerseen am Rande beider Kommunen, die irgendwann einmal zu einem Naherholungsgebiet ausgebaut werden sollen. Bis dahin räumen die Anwohner offenbar selbst dort auf, unter offizieller Regie. "Schon seit Jahren", so heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Gröbenzell würden beide Kommunen gemeinsam das Ramadama dort organisieren. In Gröbenzell ist es seit 2022 auf das gesamte Ortsgebiet ausgeweitet, in Puchheim hat das gemeinsame Saubermachen der Umgebung, das vom Umweltamt und Bund Naturschutz mitorganisiert wird, demnach schon eine lange Tradition. Unabhängig von seiner Entwicklungsgeschichte gilt für jedes Ramadama folgende Binsenweisheit aus der Stadt Puchheim: "Je mehr helfende Hände, desto mehr öffentliche Grünflächen, Spielplätze, Bäche, Gräben, Gehwege und Straßenränder können von achtlos weggeworfenen Abfällen befreit werden."

Und so hoffen die Organisatoren in Fürstenfeldbruck, Gröbenzell und Puchheim auf rege Beteiligung bei ihren Aufräumaktionen. Der Ablauf ist überall gleich, egal ob am 9. März in den beiden Ostkommunen oder am Samstag, 16. März, in der Kreisstadt: Der Start ist vormittags, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit nützlichen Hilfsmitteln wie Plastiktüten und Greifzangen ausgestattet und im jeweiligen Gebiet für ihren Einsatz eingeteilt. Nach einigen Stunden des Müllsammelns gibt es am Ende beim gemütlichen Beisammensein im Bauhof oder, in Puchheim im Jugendzentrum Stamps, eine Brotzeit. In Fürstenfeldbruck trifft man sich um 8.30 Uhr am Bauhof Auf der Lände. Puchheim hat drei Treffpunkte ausgewählt, dort erhalten die Teilnehmer zwischen 9.15 und 9.30 Uhr ihr Rüstzeug fürs Ramadama: Das ist für den nördlichen Stadtteil der Volksfestplatz (Bürgermeister-Ertl-Straße), für den südlichen die Rückseite des Rathauses (Ringpromenade) sowie in Puchheim-Ort die Kneipp-Anlage am Gröbenbach.

Damit die Brotzeit für alle reichlich ausfällt und auch davor die Aufräumwilligen möglichst gut verteilt sind auf das Einsatzgebiet, bitten Fürstenfeldbruck und Puchheim um eine Anmeldung. In Bruck nimmt die bis Freitag, 8. März, Peter Langenegger, technischer Leiter des Baubetriebshofs, entgegen (Telefon 08141/3575730 oder 0160/7135710 oder E-Mail an bauhof@fuerstenfeldbruck.de). In Puchheim endet die Anmeldefrist Mittwoch, 6. März; in der E-Mail oder am Telefon (umwelt@puchheim.de oder 089/80098194) darf gerne das Wunscheinsatzgebiet genannt werden. Dort bittet man die Teilnehmenden außerdem, eine Warnweste zu tragen und, falls möglich, mit dem Fahrrad zu kommen, damit man schnell zu seinem Einsatzort gelangen kann. Bei Sturm oder geschlossener Schneedecke verschiebt sie die Aktion um eine Woche.

Gröbenzell verzichtet auf Anmeldung

In Gröbenzell geht man etwas weniger bürokratisch vor. In der Gemeinde verzichtet man auf eine Anmeldung. Dort werden schlicht an sieben Standorten von 9.30 Uhr an Müllbeutel, Sammelzangen und Handschuhe an alle ausgegeben, die sich beteiligen wollen. Diese Plätze sind die Böhmerweiher (Zufahrt Lena-Christ-Straße, Höhe Tannenfleckstraße), die kleinen Wertstoffhöfe an der Bernhard-Rößner-Schule, Am Gröbenbach (S-Bahnhof Nordseite), Am Sonnenweg (Ecke Birkenstraße), der Ascherbachspielplatz, das Feuerwehrhaus an der Wildmoostraße sowie die Kneipp-Anlage an der Gröbenbachschule. An diesen Standorten werden auch die gefüllten Müllsäcke deponiert, Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs sammeln sie dort ein und entsorgen den gesammelten Müll.

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