Polizeiinspektion Poing:"Eine kleine Traumerfüllung"

Polizeiinspektion Poing: Polizeipräsident Günther Gietl (Mitte) stellte im Rahmen einer Pressekonferenz den neuen Leiter der PI Poing, Mithun Küffner (rechts), und dessen Stellvertreter Andreas Petermeier (links) vor.

Polizeipräsident Günther Gietl (Mitte) stellte im Rahmen einer Pressekonferenz den neuen Leiter der PI Poing, Mithun Küffner (rechts), und dessen Stellvertreter Andreas Petermeier (links) vor.

(Foto: Christian Endt)

Die Polizeiinspektion Poing erhält in Mithun Küffner einen neuen Leiter. Sein Stellvertreter ist Andreas Petermeier, der zuvor bei den Ebersberger Kollegen tätig war.

Von Johanna Feckl, Anzing/Poing

Am Dienstagnachmittag ist Mithun Küffner als neuer Leiter der Polizeiinspektion (PI) Poing von Polizeipräsident Günther Gietl der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Neuer Stellvertreter ist Andreas Petermeier. Zu der Veranstaltung ins Anzinger Rathaus waren auch Landrat Robert Niedergesäß sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den sieben Gemeinden gekommen, die im 133 Quadratkilometer großen Zuständigkeitsgebiet der PI Poing liegen - neben Poing und Anzing sind das Forstinning, Markt Schwaben, Pliening, Vaterstetten und Zorneding.

Als "eine kleine Traumerfüllung" bezeichnete der 43-jährige Küffner seinen neuen Job, den der Polizeioberrat seit dem 1. Oktober ausübt. Nach seiner Ausbildung arbeitete er zunächst mehrere Jahre in München, studierte an der Hochschule für den öffentlichen Dienst, später an der Deutschen Hochschule der Polizei und trat bald danach seine Stelle als Leiter der Verkehrspolizei Freising an. Er ist Vater von drei Kindern und Ehemann, im Familienleben findet er seine persönliche Erholung und Rückhalt, wie er sagt. Dass dies möglich ist trotz des anspruchsvollen Polizeijobs, bei dem Überstunden keine Seltenheit seien, ist Küffner wichtig - auch für seine Kolleginnen und Kollegen in der Poinger Dienststelle.

PI-Chef Mithun Küffner nennt Teamarbeit als wichtigen Pfeiler für gute Polizeiarbeit

"Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist sehr groß", sagte Küffner weiter. Doch möchte er das nicht als Bewertung sehen - das eine sei nicht besser oder schlechter als das andere. Eine Gemeinsamkeit gibt es dennoch: "Es ist gute Teamarbeit erforderlich, um gute Polizeiarbeit zu leisten."

In Poing habe er bereits ein tolles Kollegium kennengelernt sowie eine ebenso tolle Struktur. Dafür dankte er seinen Vorgängern Daniel Schubert, der die vergangenen sechs Monate die PI kommissarisch im Rahmen seiner Führungsbewährung geleitet hat, sowie insbesondere Helmut Hintereder, der sich nach 14 Jahren als Dienststellenleiter im Frühjahr dieses Jahres in den Ruhestand verabschiedet hat.

Andreas Petermeier kennt die PI Poing bereits - "ich bin jetzt zum vierten Mal neu in Poing", sagte er. Unter anderem war er dort von 2011 bis 2020 als Dienstgruppenleiter tätig, zuletzt war der 44-Jährige in Ebersberg als Leiter Verfügungsgruppe eingesetzt. Der gebürtige Erdinger ist verheiratet und hat zwei Kinder - und freut sich durchaus auch über seinen nun kürzeren Radlweg in die Arbeit. Petermeier hat seinen neuen Posten bereits zum 1. September angetreten.

Polizeipräsident Gietl wies einführend auf die bevorstehenden Herausforderungen der PI Poing hin. Die steigenden Einwohnerzahlen würden auch mehr Polizeiarbeit bedeuten. Dementsprechend freue er sich, dass das aktuelle Dienststellen-Gebäude an der Markomannenstraße bald Geschichte sein wird, das "durchaus nicht mehr den Anforderungen entspricht" - mehrmals ist das 1971 errichtete Gebäude bereits erweitert worden. Schon länger ist bekannt, dass in Grub ein Neubau für die PI mit Zentralen Einsatzdiensten entstehen soll, ebenso wie ein Zentrum für polizeiliches Einsatztraining. Einen konkreten Zeitplan gab es bislang nicht, auch am Dienstag konnte Polizeipräsident Gietl keinen nennen. Jedoch immerhin so viel: Frühestens 2024 sollen die fast 70 Beamtinnen und Beamten der PI Poing nach Grub umziehen.

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