Poschenrieder nannte es "bestürzend, dass einzelne mit so viel Hass anrichten können." Wozu Hass führen kann, das wissen auch die jungen Leute, die derzeit beim Internationalen Auschwitz Komitee in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau das Gedenken an den Schrecken wach halten - und sich in einem Brief ebenfalls zu den Vorgängen in Zorneding zu Wort meldeten, den Poschenrieder vorlas.

Anlass war, dass einer der Drohbriefschreiber an den Pfarrer die Formulierung "Ab nach Auschwitz" enthalten hatte, für die jungen Leute in der Gedenkstätte ist dieser Satz "so giftig, so entsetzlich, so schäbig, so ekelhaft von gestern. Man kann so einen Drecks-Satz heute nicht mehr sagen, ohne dass einem laut und deutlich von vielen, vielen Menschen widersprochen wird."

Bild: dpa 9. März 2016, 19:462016-03-09 19:46:43 © SZ.de/mmo