Oper:"Im vergangenen Jahr kamen mir natürlich Zweifel, ob ich es machen sollte"

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Oper: Jüngst inszenierte Dmitri Tcherniakov den "Ring des Nibelungen" an der Berliner Staatsoper. 2007 gab er sein aufsehenerregendes Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Modest Mussorgskys "Chowanschtschina".

Jüngst inszenierte Dmitri Tcherniakov den "Ring des Nibelungen" an der Berliner Staatsoper. 2007 gab er sein aufsehenerregendes Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Modest Mussorgskys "Chowanschtschina".

(Foto: Doris Spickermann-Klaas)

Der Russe Dmitri Tcherniakov inszeniert an der Bayerischen Staatsoper "Krieg und Frieden" - obwohl viele ihm davon abrieten. Der Dirigent Vladimir Jurowski steht bereits auf der Schwarzen Liste der Zensurbehörde.

Interview von Egbert Tholl

Dmitri Tcherniakov, geboren 1970 in Moskau, ist einer der wichtigsten Opernregisseure. Nun inszeniert er "Krieg und Frieden" von Sergej Prokofjew nach Lew Tolstois gleichnamigem Roman. Die Oper, die mehrfach umgearbeitet werden musste, erzählt im ersten Teil eine verschlungene Liebesgeschichte, im zweiten den Überfall Napoleons auf Russland, den Brand Moskaus und den Untergang der französischen Armee. Premiere ist am 5. März, dem Todestag Prokofjews und Stalins (beide starben 1953). Es dirigiert Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski.

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