Lokalrunde:Das Tschecherl und der Nobu

Lokalrunde: Jürgen Wolfsgruber erfüllt sich mit dem "Tschecherl" den Traum von einer "schönen Mittagskantine mit anständigen, einfachen Gerichten, die gut gekocht sind".

Jürgen Wolfsgruber erfüllt sich mit dem "Tschecherl" den Traum von einer "schönen Mittagskantine mit anständigen, einfachen Gerichten, die gut gekocht sind".

(Foto: Robert Haas)

Erstklassige Küche - österreichisch und japanisch-peruanisch.

Von Franz Kotteder

Eines lässt sich gesichert sagen: Es wird nicht ganz einfach sein, sich an die Fastenzeit zu halten. Der Versuchungen sind zu viele in den nächsten Wochen. Da hilft es auch nichts, wenn sie auf den ersten Blick ganz bescheiden daherkommen. Wie jene Neueröffnung, die vom Dienstag an in der Maxvorstadt kulinarische Freuden aus unserem Nachbarland Österreich verheißt. Das Tschecherl nennt sich das neue Lokal in der Amalienpassage, und da müssen selbst leidenschaftliche Sympathisanten der österreichischen Gastronomie erst einmal die Suchmaschine anwerfen, um Näheres herauszufinden. Ein Tschecherl, so lernt man, nennt man in Wien ein ganz einfaches Wirtshaus, fast eine Boazn, mit eingeschränktem und sehr bodenständigem Speisenangebot.

Hier merkt man schon eine gewisse Ironie, schließlich ist der Ort des Tschecherls die frühere Kochschule vom Tantris-Koch Hans Haas, und das ist ebenso eine Verpflichtung, wie sie der heutige Wirt ist. Das ist nämlich der Sternekoch Jürgen Wolfsgruber vom Restaurant Sparkling Bistro, einen Innenhof weiter. Der erfüllt sich mit dem Tschecherl den Traum von einer "schönen Mittagskantine mit anständigen, einfachen Gerichten, die gut gekocht sind". Das Versprechen hält er mehr als ein, so viel kann man vom ersten Testlauf schon sagen. Die Karte ist klein aber fein, als Vorspeise gibt es einen rosa gebratenen Kalbstafelspitz mit Käferbohnen und Kernöl unter dem Titel "Ötello Bohnato", danach echte und üppige Innviertler Grammelknödel auf Fasssauerkraut (jeweils 20 Euro), oder ein klassisches Paprikahendl mit Gewürzreis und Gurkensalat (23 Euro). Nachtisch: Apfelstrudel mit gesalzener Vanille (6,50 Euro) oder Marillen-Palatschinke (sieben Euro). Zwei absolute Mehlspeisenträumereien. (Das Tschecherl, Amalienstraße 89, vom 20. Februar an Dienstag 12-20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 12-16 Uhr, von April an Dienstag bis Samstag 12-20 Uhr, Telefon 089-18929513, www.dastschecherl.com)

Der japanisch-amerikanische Starkoch Nobuyuki Matsuhisa besucht in regelmäßigen Abständen seine über die ganze Welt verstreuten Restaurants. Nun ist er wieder für drei Tage in seinem Münchner Restaurant im Hotel Mandarin Oriental zu Gast und präsentiert seinen Gästen nicht nur persönlich ein siebengängiges Menü, sondern gibt auch einen Sushi-Workshop. Allerdings zu Preisen, die leider gar nicht zur Fastenzeit passen (Sieben-Gang-Menü und Sushi-Workshop mit Nobuyuki Matsuhisa, Mittwoch und Freitag, 21. und 23. Februar, Preis mit Übernachtung 2126 Euro, Telefon 089-290981875, www.mandarinoriental.com/en/munich).

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