SZ-Adventskalender:Starthilfe in ein neues Leben

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Hanna P. ist kürzlich Mutter geworden. Um für ihre Tochter sorgen zu können, will sie sich umschulen lassen - denn gerade reicht das Geld kaum zu leben. Der SZ-Adventskalender will ihr helfen, bald auf eigenen Füßen zu stehen

Von Katja Gerland, Dachau

Hanna P. (Name von der Redaktion geändert) weiß, wie es ist, sich nicht einmal die Batterien für ein Hörgerät leisten zu können. Die 30-Jährige aus dem Landkreis Dachau hat einen Hörfehler, aber 15 Euro für Batterien, die nur zehn Tage lang halten, das sei einfach zu viel, sagt sie. Denn das Geld reicht selbst bei alltäglichen Anschaffungen nur knapp aus. Für Lebensmittel bleiben ihr nicht selten nur fünfzig Euro im Monat. Tiefkühlkost, Toast und etwas Zuckerhaltiges für ihren schwachen Kreislauf stehen dann auf ihrer Einkaufsliste - P. weiß bereits, wie sie sparsam durch den Supermarkt kommt. Einfach sei es aber nicht, jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen: "Ich klage mich momentan durch den Alltag", sagt die 30-Jährige. Der Adventskalender Für Gute Werke Der Süddeutschen Zeitung möchte ihr helfen, finanziell wieder auf die Beine zu kommen.

P. erzählt am Telefon von ihren Sorgen, im Hintergrund quengelt ihr Kind. Eine Ausnahme, betont die alleinerziehende Mutter, sonst sei ihre Tochter eher von der stillen Sorte. Vor fünf Monaten ist sie auf die Welt gekommen, doch ganz ruhig verlief die erste Zeit nach der Geburt nicht. Das Wochenbett habe Hanna P. nicht nutzen können, um neue Kraft zu tanken. Vielmehr standen bürokratische Aufgaben an: P. ist im Moment arbeitslos, der Vater ihres Kindes ist ihr nicht bekannt, Unterhalt erhält sie deshalb nicht von ihm. Die Alleinerziehende ist also auf Arbeitslosengeld und Kindergeld angewiesen. Das bedeutet für sie: Ständiger Kontakt mit vielen Ämtern, die viele Anträge benötigen, erzählt P.. "Ich habe jeden Termin, jedes Abgabedatum eingehalten", versichert sie. Trotzdem läuft nicht immer alles reibungslos ab. "Jeden Monat habe ich Sorgen um das eigene Geld", sagt P. Oft werde ihr Satz neu berechnet, das Geld komme nicht pünktlich bei ihr an. Zum Glück habe sie einen kulanten Vermieter, der sie die Miete auch etwas später überweisen lasse. Und auch der Dachauer Verein Amper e.V., dessen Arbeit der SZ-Adventskalender finanziell unterstützt, entlaste sie im Alltag.

Doch selbst mit der ehrenamtlichen Unterstützung steht die 30-Jährige noch vor vielen Problemen. So schnell wie möglich möchte sie den Weg aus der Arbeitslosigkeit finden. Und ihr Ziel scheint zum Greifen nah: In diesem Jahr beginnt sie eine berufliche Umschulung im Veranstaltungsbereich. Eine Erleichterung für die Mutter, war ihr vergangener Job als Sicherheitskraft doch kaum kinderfreundlich. Der berufliche Neustart bedeutet aber auch einen großen Mehraufwand für P. Von nun an umsorgt sie nicht mehr nur ihre kleine Tochter, sondern muss auch wieder die Schulbank drücken. Eine Tagesmutter für ihr Kind hat P. nicht. Weil sie in den vergangenen Jahren keinen Kontakt mit ihrer eigenen Mutter hatte, hält sich auch die Unterstützung ihrer Familie in Grenzen. Also bahnt sich ein Dilemma an: "Ich will wieder arbeiten, aber gleichzeitig meine Tochter nicht vernachlässigen", sagt sie.

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Die Arbeitsagentur wolle sehen, dass sie ihre Umschulung erfolgreich absolviert, "auch wenn das Kind daneben liegt", so die Mutter. Eine weitere Hürde: Die Schule findet pandemiebedingt vorerst digital statt. P. kann in ihrer Wohnung, die sich in einem ausgebauten Stall befindet, jedoch kein Internet einrichten. Also ist sie auf einen teuren Handyvertrag angewiesen, um überhaupt am Unterricht teilnehmen zu können. Eine Herausforderung für P.s kleinen Geldbeutel. Ihr ist klar, dass die Schulzeit sie einige Nerven kosten wird, "aber ich bin froh, dass es überhaupt klappt".

Bei Hanna P. und ihrer Tochter sind noch einige Baustellen offen. Doch das kennt die junge Mutter bereits. "Von einem Chaos in das nächste", so beschreibt sie ihren Alltag, "aber man macht halt trotzdem irgendwie weiter". Mit der beruflichen Perspektive soll etwas Ruhe in ihr Leben einkehren. Ein finanzieller Puffer, den der SZ-Adventskalender ermöglichen möchte, kann der Mutter bei diesem Vorsatz helfen.

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