Kunst in Zeiten des Krieges:"Wir müssen auch die Musik evakuieren"

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Kunst in Zeiten des Krieges: Hoch über Berlin: Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Dirigent Vladimir Jurowski im Gespräch mit Susanne Hermanski (SZ) beim SZ Kultursalon in der Studio-14-Dachlounge des RBB. Der Sender übertrug live, in dessen Mediathek ist die Sendung noch nachzuhören.

Hoch über Berlin: Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Dirigent Vladimir Jurowski im Gespräch mit Susanne Hermanski (SZ) beim SZ Kultursalon in der Studio-14-Dachlounge des RBB. Der Sender übertrug live, in dessen Mediathek ist die Sendung noch nachzuhören.

(Foto: Peter Meisel)

Musik ist Politik. Das wird im Gespräch zwischen Staatsministerin Claudia Roth und dem Dirigenten Vladimir Jurowski deutlich. Im SZ-Kultursalon sprechen sie über Putins Versuche, die Kultur der Ukraine zu zerstören und über Grenzen der Kunstfreiheit.

Von Sophie Kobel

Die Luft in Russland wurde immer kälter. Da wusste Vladimir Jurowski, damals Leiter des Staatlichen Akademischen Sinfonieorchesters Russlands: Er muss hier weg. Das war im Jahr 2019, zwei Jahre später beendete der Dirigent seinen Vertrag offiziell. Damals sagte er, er wolle aus Gründen der Nachhaltigkeit weniger Flugreisen auf sich nehmen und nicht mehr ständig zwischen Berlin und Moskau pendeln. Das sei auch so gewesen. In allererster Linie habe er aber gespürt: Sein Heimatland mutierte zu einer Diktatur. Das damals laut auszusprechen, hätte aber nicht nur ihn in Gefahr gebracht, sondern vor allem auch sein ehemaliges Orchester in Russland.

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