SZ-Serie: Echte Europäer, Folge 3:"Ohne Migration wären wir nicht, wer wir sind"

SZ-Serie: Echte Europäer, Folge 3: "Hätte Europa in der Urgeschichte nicht immer wieder große Migrationswellen erlebt, trügen wir heute alle noch dunkle Haut", sagt Philipp Stockhammer.

"Hätte Europa in der Urgeschichte nicht immer wieder große Migrationswellen erlebt, trügen wir heute alle noch dunkle Haut", sagt Philipp Stockhammer.

(Foto: LMU München)

Philipp Stockhammer ist Archäologe. Warum Europäer genetisch ein bunter Mix sind, wie sich die Pest ausbreiten konnte und warum die Vorstellung vom Mann auf der Jagd und der Frau am Herd ein historischer Irrtum sein könnte.

Interview von Martina Scherf

Philipp Stockhammer ist ein viel gefragter Wissenschaftler. Zu seinen Spezialgebieten gehört Mobilität in der Frühgeschichte. Er selbst wohnt in Erlangen, arbeitet in München und Jena und war auch darüber hinaus in den vergangenen Jahren extrem mobil: Rom, Boston, Tel Aviv, alles in einer Woche - "ich schlief selten mehr als vier Tage im selben Bett", sagt er. Corona habe ihm bewiesen, dass es auch anders geht. Er will nicht mehr so viel fliegen, sagt der Wissenschaftler, mehr Konferenzen online organisieren. Aber Forschung ohne Reisen? Unmöglich für den Archäologen.

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