MeinungGewerkschaftenDer Superstreik ist eine gute Nachricht

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Kommentar von Benedikt Peters

Lesezeit: 3 Min.

Geld ist genug da - so begründen die Streikenden in München ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung.
Geld ist genug da - so begründen die Streikenden in München ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung. Sachelle Babbar/IMAGO/ZUMA Wire

Es nervt, wenn Kinder zu Hause bleiben müssen und Menschen nicht zur Arbeit können. Viel wichtiger aber ist: Die Arbeitnehmer haben ihre Macht wiederentdeckt.

Das Naheliegende wäre, sich jetzt aufzuregen. An diesem Montag legen zwei Gewerkschaften den Verkehr nahezu überall in Deutschland lahm: Es fährt kaum ein Zug und kaum ein Bus, an den Flughäfen wird Chaos herrschen - und das alles nur, weil die Menschen, die dort arbeiten, mehr Geld wollen. Ja, das ist ärgerlich und für viele unangenehm. Angestellte kommen nicht zur Arbeit, Kinder bleiben für einen Tag zu Hause, Unternehmen können ihre Ware nur verspätet ausliefern. Und dennoch: Trotz aller Unannehmlichkeiten ist dieser ausgedehnte Warnstreik von Verdi und der Eisenbahngewerkschaft EVG im Grunde eine gute Nachricht. Er kündet von der Rückkehr der Macht der Arbeitnehmer; einer Rückkehr, die gut ist, weil sie zu mehr Gerechtigkeit und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt führt.

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SZ PlusVon Heiner Effern, Nicole Graner, Katharina Haase, Anna Hoben, Julian Meier, Berthold Neff und Andreas Schubert

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