Wer müde ist vom Krieg, zermürbt von schleichenden russischen Erfolgen, der Eroberung Awdijiwkas sowie den ukrainischen Dauerklagen über fehlende Munition, der sollte jetzt wieder hellwach sein. In Moskau schärft ein Mann gerade die Sinne, der nicht hetzend durch eine abendliche Propagandashow moderiert, sondern einmal Russlands Präsident war, Regierungschef und der jetzt Vizechef ist im russischen Sicherheitsrat. Dmitrij Medwedjew hat zwei Jahre nach Kriegsbeginn und eine Woche nach der Einnahme von Awdijiwka deutlich gemacht: Russland wird weit über diesen Jahrestag hinaus längst nicht fertig sein mit seinem Beutezug.
MeinungRusslandEin Land zum Fürchten

Kommentar von Frank Nienhuysen
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Herr der Propaganda: Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten. Veröffentlicht hat das Foto die staatliche russische Nachrichtenagentur Sputnik.
Sergey Savostyanov/dpaZwei Jahre nach Kriegsbeginn verfolgt das Regime selbst kleinste Äußerungen von Missmut - Repression und Propaganda. Und Wladimir Putin hat damit bereits die nächste Generation im Blick.
