SPD:Seine Kampagne atmet die Angst

SPD: Mit 96,2 Prozent zum Kanzlerkandidaten gewählt: Olaf Scholz

Mit 96,2 Prozent zum Kanzlerkandidaten gewählt: Olaf Scholz

(Foto: Axel Schmidt/AFP)

Olaf Scholz steht für eine SPD, die vom langen Regieren erschöpft und personell ausgezehrt ist. So werden die Genossen das Mitte-links-Lager nicht anführen.

Kommentar von Mike Szymanski

Wenn andere die Sozialdemokratie im Moment schon nicht als Partei der Stunde feiern wollen, dann tun es die Genossen eben selbst: Beim Parteitag am Sonntag gaben sie sich dem Gefühl alter Größe hin. Sie zeichneten das Bild einer politischen Kraft, die weiter für sich beansprucht, Deutschland zu verändern. Jetzt gehe es um die 2020er-Jahre, um "Deutschlands Weg im 21. Jahrhundert", wie es Kanzlerkandidat Olaf Scholz formulierte. Er scheint von dem Gedanken durchdrungen zu sein, dieses Land im Herbst tatsächlich als Kanzler zu führen. Ein solch selbstbewusstes, in Teilen großspuriges Auftreten muss man sich angesichts desaströser Umfragen erstmal leisten wollen.

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