Präsidentschaftswahl:Frankreich im Strudel der Radikalisierung

Lesezeit: 3 min

Wahl in Frankreich 2022: Emmanuel Macron am Abend des  ersten Wahlgangs

Erleichtert: Emmanuel Macron nach Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Wahlgangs bei den französischen Präsidentschaftswahlen am 10. April.

(Foto: Benoit Tessier/Reuters)

Im ersten Wahlgang hat der amtierende Präsident Macron gewonnen - und Europa schöpft Hoffnung. Aber selbst wenn er eine zweite Amtszeit schaffen sollte: Die Erosion der demokratischen Parteien im Land ist zutiefst beunruhigend.

Kommentar von Stefan Ulrich

Diejenigen, welche die westeuropäischen Demokratien für Scheinveranstaltungen halten, bei denen stets die gleichen Kräfte gewinnen, wenn auch in unterschiedliche Farben gekleidet, müssten bei diesem Wahlergebnis stutzig werden: Nach dem ersten Gang der französischen Präsidentschaftswahl stehen die Bürger vor einer radikalen Entscheidung. Entweder sie bestätigen in zwei Wochen ihren bisherigen Staatschef Emmanuel Macron, einen progressiv-liberalen Europäer, dem das Wohl des ganzen Kontinents am Herzen liegt. Oder sie votieren für die radikal-nationalistische Europakritikerin Marine Le Pen, die bis vor Kurzem Wladimir Putin pries, ihre Partei aus Russland mitfinanzieren ließ und Frankreich zu alter "Grandeur" zurückführen will. Die Franzosen haben wirklich die Wahl.

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