Selten wurde ein Missverständnis so schön formuliert wie 1957 von Heinrich Böll, als der Schriftsteller durch das Ruhrgebiet reiste und darüber schrieb: "Da unten, da oben, da im Westen - sagen die Deutschen - da riecht es nach Ruß und Geld ... und es riecht nach Macht." Er mochte die Menschen, aber sie erschienen ihm auch wie Schatten zwischen den rauchenden Schloten der Stahlwerke; selbst die Luft fühle sich "bitter" an.
MeinungLandtagswahlen in Nordrhein-WestfalenDer neue Pulsschlag an der Ruhr
Kommentar von Joachim Käppner
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Die Zeit des Lagerwahlkampfes geht auch in Nordrhein-Westfalen dem Ende zu: Wahlplakate in Düsseldorf.
Roberto Pfeil/dpaViele Klischees sind über NRW im Umlauf - aber sie passen meist nicht mehr, auch nicht auf seine Politik. Sie wird die Polarisierung aufgeben, und das ist gut für das Land.
