Unbekannte zünden nachts im thüringischen Waltershausen das Haus eines SPD-Kommunalpolitikers an. Übernachtungsgäste mit zwei Kindern können sich gerade noch zu den Nachbarn retten und die Feuerwehr rufen. In Bürgerbüros von SPD und Grünen in Suhl werden die Scheiben eingeworfen, das Wahlkreisbüro der linken Landtagspräsidentin wird mit Hakenkreuzen beschmiert. Auf einer Karnevalsveranstaltung ruft ein Chor von Männern dem Linken-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in Reimform ins Gesicht, man werde seine Frau vergewaltigen und ihn zusammenschlagen.
MeinungDemokratieWas sie Protest nennen

Kommentar von Iris Mayer
Lesezeit: 3 Min.

Ja, Politiker müssen viel aushalten, auch Unverschämtes. Doch in Deutschland spielt sich längst etwas ganz anderes ab. Wer das verharmlost, soll bitte einmal an Walter Lübcke zurückdenken.
