Sprache:Die Dinge beim Namen nennen

Annalena Baerbock auf dem Parteitag der Grünen im Juni 2021

Annalena Baerbock im Juni 2021.

(Foto: Sean Gallup/Getty Images)

Es ist Zeichen fortschreitender Aufklärung, wenn das N-Wort heute nicht mehr gesprochen und geschrieben wird - es sei denn im aufklärerischen Kontext. Deswegen ist Annalena Baerbocks Entschuldigung nachgerade unvernünftig.

Kommentar von Stefan Kornelius

Man könnte Annalena Baerbock zu einem aufklärerischen Coup gratulieren, wenn die Angelegenheit nicht von einer Sprachradikalität zeugte, die lediglich neue Radikalität provoziert, oder um in den Worten Baerbocks zu bleiben: "reproduziert". Die Sache ist simpel: Die Kanzlerkandidatin der Grünen spricht in einem Interview über Rassismus, Intoleranz, Insensibilität. Sie schildert den Fall eines Schulkindes, das eine Bildergeschichte zeichnen sollte. In der Textvorlage dazu kam das heute eindeutig rassistisch konnotierte Wort Neger vor.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Psychologie
Wie man Menschen überzeugt
A little boy tries to open a window. Garden City South, New York, USA. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY CR_FRRU191112-229
Psychologie
Ich war nie gut genug
Sonderausgabe NEO MAGAZIN ROYALE 'Young Böhmermann'
Gesellschaft und Gesinnung
Wehe dem, der anders denkt
Mysteriöser Fall
Frau ohne Gedächtnis
Christian Lindner, FDP, Campaigns In Bonn
FDP
Der ewige Taktierer
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB