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Judenhass von Muslimen:Auf Antisemitismus hat Deutschland selbst ein Copyright

Pro-Palästinensische Demonstrationen - Frankfurt/Main

Für Palästina demonstrieren, wie hier am Wochenende in Frankfurt am Main? Völlig in Ordnung. Nur bleibt es eben oft nicht dabei.

(Foto: Boris Roessler/dpa)

Für die Drohgebärden arabischer Demonstranten gegen Synagogen gibt es keine Rechtfertigung. Aber will uns die politische Rechte in Deutschland allen Ernstes einreden, Judenhass sei ein importiertes Problem?

Kommentar von Ronen Steinke

Die politische Rechte in einem Land, das sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet hat, möchte über "importierten Antisemitismus" sprechen. Die politische Rechte, die in Gestalt ihres Oppositionsführers im Bundestag jenen deutschen Völkermord sowie die Jahre, die zu ihm hingeführt haben, einen "Vogelschiss" nennt, in einem Land, auf dessen Straßen man seit Monaten immer wieder auf Menschen trifft, die sich selbstgebastelte Judensterne anheften und von zionistischer Weltverschwörung schwadronieren - diese politische Rechte spricht über Antisemitismus wie über etwas Fremdes. Die politische Rechte in einem Land, dessen jüdische Friedhöfe in den vergangenen Jahrzehnten reihum und teils mehrmals geschändet, das heißt oft mit Hakenkreuzen bepinselt worden sind, auf dass Juden auch im Tod keine Ruhe finden, sie will jetzt mit dem Finger auf andere zeigen.

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