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Medienkolumne "Abspann":Wie schlimm war's? Schlimmer!

Mark Hamill

War auch nicht verlegen um einen Vergleich: Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill.

(Foto: Jordan Strauss/AP)

Wie beschreibt man die TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden am besten? US-Autor Jeremy Slater fand prominenten Beistand auf Twitter.

Von Jürgen Schmieder

Jetzt mal ehrlich: Wie unfassbar schlimm war diese Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden? Es braucht manchmal einfach nur den perfekten Vergleich, und den lieferte der US-Autor Jeremy Slater direkt danach. "Das war das Schlimmste, was ich jemals gesehen habe - und ich habe das Drehbuch zu FANTASTIC FOUR verfasst", schrieb er bei Twitter über den grandiosen Flop aus dem Jahr 2015. Der Kurznachrichtendienst entfaltete daraufhin seinen ganzen Zauber: Immer mehr Promis reagierten darauf und listeten augenzwinkernd die schlimmsten Projekt auf, an denen sie je beteiligt gewesen sind.

So schlecht, dass sie schon wieder gut war?

Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill zum Beispiel schrieb: "... und ich war beim Star Wars Christmas Special dabei." Das Drehbuch-Duo Mark Swift und Damian Shannon: "... und wir sind für die Szene verantwortlich, in der The Rock und Zac Efron das Perineum eines toten Mannes untersuchen." Sue Palmer: "... und ich habe die Weihnachts-Folge von Hawaii Five-0 mit dem Pferde-Samen geschrieben." Oder, mit Trump-Touch, von Eric Champnella: "...und ich habe Eddie geschrieben, in dem Trump mitgespielt hat."

Wer nun behauptet, dass diese Debatte so schlecht gewesen sei, dass sie schon wieder gut war, dem sei der Eintrag von Sharknado-Autor Thunder Levin empfohlen. Im Film geht es um fliegende Haie in einem Wirbelsturm, er gilt als Werk, das aufgrund der miesen Qualität unterhaltsam ist. Über das Geplärre zwischen Trump und Biden schreibt Leven einfach nur: "Es war so schlecht, dass es schon wieder schlecht war."

Wie schlimm die Debatte war, kann also jede Person abmessen am Peinlichsten, was sie je veröffentlicht hat. Na dann: "Und ich war mal an der Zusammenfassung von Susi bei Herzblatt beteiligt."

© SZ/tmh

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