quoted. der medienpodcast:Nach den Protesten: Wie umgehen mit der AfD-Medienstrategie?

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(Foto: SZ)

Mit welchen Strategien reagieren rechte und rechtsextreme Akteure auf die Massendemonstrationen für Demokratie in Deutschland?

Von Nils Minkmar und Nadia Zaboura

Mehr als eine Million Menschen haben in den vergangenen Wochen an zahlreichen Orten gegen Rechtsextremismus demonstriert. Die Reaktionen aus der AfD auf die Proteste sind vielfältig: Man spielt die Bedeutung des Potsdamer Geheimtreffens und der dort besprochenen Deportationsfantasien herunter, schwadroniert von einer staatlichen Kampagne. AfD-Politiker wie Björn Höcke unterstellen den Demonstrant:innen, sie seien gekauft, und tun Demofotos als KI-generiert ab. Was die einen als kaum ernst zu nehmende Panikreaktion der Partei interpretieren, passt für andere in eine größere Medienstrategie der AfD: Das Erzeugen einer Gegenöffentlichkeit für ihre Anhängerinnen und Anhänger, in der die Wahrheit überhaupt keine Rolle mehr spielt. Und: Diese Strategie scheint vor allem in den sozialen Medien aufzugehen. So ist die AfD auf der Plattform Tiktok die bei Weitem erfolgreichste deutsche Partei. Das Medium passt hier offenbar perfekt zu den verkürzten, emotionalisierten Inhalten. Wie nah ist die AfD dem Ziel einer alternativen Medienrealität also schon gekommen? Was wissen wir heute über die Kommunikationsstrategien rechtsextremer Akteure? Und wie können seriöse Medien diese entlarven?

Darüber sprechen Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura und SZ-Journalist Nils Minkmar mit dem Politikberater Johannes Hillje, der die Medientaktik rechtsextremer Gruppen seit Jahren untersucht. In "quoted. der medienpodcast" - ein Format von CIVIS Medienstiftung und Süddeutscher Zeitung, gefördert von der Stiftung Mercator.

Links

Interview mit "Welt am Sonntag"-Herausgeber Stefan Aust in der "Welt".

Kommentar von Christian Bange "Wo bleibt das 'Wir haben verstanden'?" in der "Zeit" (Paywall).

Interview mit Tino Chrupalla (AfD) bei "maischberger".

Artikel in "GoodImpact" über eine Übereinkunft von Medien in Wallonien und Luxemburg, Extremist:innen keine Plattform zu bieten.

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