bedeckt München

Journalismus in der Türkei:"Wenn ich schreibe, ist mir bewusst, dass ich alleine bin"

Erdem Gül

Erdem Gül, Jahrgang 1967, leitet in Ankara das Hauptstadtbüro der als regierungskritisch geltenden Tageszeitung Cumhuriyet.

(Foto: Ozan Kose/AFP)

Dem "Cumhuriyet"-Journalisten Erdem Gül droht wegen seiner Texte in der Türkei eine Haftstrafe. Ein Gespräch über die Anspannung in türkischen Redaktionen und die Gründe, weiterzumachen.

Von Selçuk Salih Caydi und Luisa Seeling

Erdem Gül ist wieder in Freiheit, bis vor Kurzem aber konnte er nicht sicher sein, dass es dabei bleibt. 2015 wurden der Hauptstadtbüroleiter der Cumhuriyet in Ankara und sein früherer Chef Can Dündar des Geheimnisverrats angeklagt. Wegen eines Berichts über verdeckte Waffenlieferungen des Geheimdienstes an islamistische Rebellen in Syrien landeten sie in Untersuchungshaft, 2016 wurden sie zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Beide gingen in Berufung, das Gericht sprach Gül nun frei. Das Verfahren gegen Dündar, der im deutschen Exil lebt, steht noch aus.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Coronavirus - Impfung beim Hausarzt
Impfen und Vorsorge
Wenn Bürokratie tödlich sein kann
Aktien Börsen Anlage
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
Hendrik Streeck Portrait Session
Hendrik Streeck im Interview
"Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen"
CDU/ CSU Fraktionssitzung des Bundestag Aktuell, 13.04.2021, Berlin, Dr. Angela Merkel Bundeskanzlerin der Bundesrepubl
Angela Merkel
Finale zwischen den Fronten
Coronavirus - Hof
Pandemie
Wie wurde Hof zum Corona-Hotspot?
Zur SZ-Startseite