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Soziales - Hamm:Sozialversicherung soll Selbsthilfeprojekte finanzieren

Darmstadt (dpa) - Das Lotsennetzwerk Rhein-Main und der katholische Kreuzbund des Caritasverbandes fordern von den Sozialversicherungsträgern, Selbsthilfeprojekte für Suchtkranke finanziell zu unterstützen. "Wir sparen den Kassen ganz viel Geld", sagte Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen der Deutschen Presse-Agentur. In Thüringen und Brandenburg sei dieses Modell bereits seit Jahren etabliert, ergänzte Christine Müller, Koordinatorin des Lotsennetzwerks Rhein-Main. "Hier werden die Lotsenprojekte von den Krankenkassen und der Rentenversicherung mitfinanziert." Verbände und Projekte wie das Lotsennetzwerk müssten jedes Jahr aufs Neue darum bangen, einen Finanzierungspartner zu finden.

Das Lotsennetzwerk vermittelt in der Rhein-Main-Region Ehrenamtliche, die selbst früher alkohol- oder drogenabhängig waren, an Suchtkranke, um gemeinsam einen Weg aus der Abhängigkeit zu finden. Die Sozialminister von Hessen und Rheinland-Pfalz, Kai Klose (Grüne), und Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), haben die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt ein Förderbedarf ergeben, werde eine finanzielle Beteiligung geprüft, hieß es aus dem rheinland-pfälzischen Sozialministerium.