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Magersucht:Das Verschwinden

Wenn Zahlen die Realität bestimmen: Zahlen auf der Wage, Zahlen auf den Lebensmittelpackungen.

(Foto: MMchen/photocase; Illustration Jessy Asmus)

"Zahlen sind kontrollierbar, im Gegensatz zu den Entscheidungen, mit denen ich nicht klar kam", sagt Noah. Als er 13 war, wog er noch 36 Kilo. Dann begann er, gegen seine Essstörung zu kämpfen.

"Solange mir im Supermarkt der Preis wichtiger ist als die Kalorien, bin ich stabil. Das ist mein Anhaltspunkt. Essen ist für mich heute ein Vorgang, den ich gelernt habe. Im besten Fall läuft er automatisch ab. Manchmal muss ich mich zum Essen zwingen, weil ich es schlicht vergesse, wenn ich zu beschäftigt bin. Ich weiß, eine Packung Nudeln muss nach vier Mahlzeiten leer sein. Wenn ich heute zu wenig esse, muss ich das morgen aufholen, um mindestens 72 Kilo auf die Waage zu bekommen.

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