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Beziehung:Mit wem wir unser Leben teilen

Friends having fun in a skate park

Beste Freunde für immer? Oder für den Moment? Manchmal ist das komplett egal.

(Foto: mauritius images / Westend61)

Für viele Menschen sind Freunde wichtiger als die eigene Familie. Doch jede zweite Freundschaft endet nach wenigen Jahren. Wie eine Freundschaft gelingt - und warum es normal ist, dass sich Wege trennen.

Von Barbara Vorsamer

Zum Beispiel Julia. Wir waren mal richtig eng, ich tröstete sie bei Liebeskummer, holte sie nach einer Operation aus dem Krankenhaus ab, und sie passte auf mein Baby auf, damit ich es mal ins Yoga schaffte. Distanz zwischen ihrer und meiner Wohnung: 300 Meter. Letztes Treffen trotzdem: 2016. Vergangene Woche landete ihr schlechtes Gewissen samt ausführlicher Erklärung der Umstände in meiner Instagram-Inbox. Freundschaften sind wichtig heutzutage, sehr wichtig, und wer sich einfach nicht mehr meldet, hält sich schnell für einen schlechten Menschen. Für 86 Prozent der Deutschen kommen Freundschaften noch vor Familie und Partnerschaft, wenn sie gefragt werden, was das Wichtigste in ihrem Leben ist. ZDF-Moderator Jo Schück prognostiziert in seinem Sachbuch "Nackt im Hotel" sogar, dass Freunde der Liebe und der Familie bald endgültig den Rang ablaufen werden, und fordert, das politisch zu fördern.

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