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Freizeit - Dresden:Motorraddemo in Dresden größer als gedacht: 5000 bei Protest

Berlin
Motorradfahrer kommen zur Demonstration in Dresden. Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Dresden (dpa) - Rund 5000 Motorradfahrer haben am Samstag in Dresden gegen mögliche Fahrverbote protestiert. Damit war die Bikerdemo nach Polizeiangaben deutlich größer als gedacht. Die Veranstalter hatten ungefähr 1000 Motorräder erwartet. Der Theaterplatz in Dresden und weitere Parkplätze seien voll besetzt gewesen, sagte der Sprecher der Organisatoren, Ex-FDP-Landeschef Holger Zastrow. "Ich gehe fest davon aus, dass der Protest ankommt. Wer das nicht ernst nimmt, hat den Schuss nicht gehört."

Die Teilnehmer seien den Kennzeichen zufolge aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Brandenburg und Berlin angereist, sagte Zastrow. Sie protestieren gegen Pläne des Bundesrates zur Reduzierung von Motorradlärm als einen ihrer Ansicht nach viel zu weit gehenden Eingriff in Freiheitsrechte. Statt Fahrverboten solle auf Dialog gesetzt werden. Auch in anderen deutschen Städten gab es am Samstag Proteste der Motorradfahrer.

Die Bundesländer hatten sich mit einem Beschluss im Bundesrat Mitte Mai dafür eingesetzt, dass Motorräder weniger Lärm verursachen. Die Geräuschemissionen sollen auf einen Wert begrenzt werden, der in etwa dem eines Rasenmähers entspricht. Zudem sollen beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglicht werden. Die Bundesregierung muss entscheiden, ob sie dies so umsetzen will.

"Ich glaube, dass die Bundesländer absolut über das Ziel hinaus geschossen sind", sagte Zastrow. Man könne über andere Grenzwerte und leisere Maschinen nachdenken. Aber für ältere Motorräder müsse es mindestens einen Bestandsschutz geben. Die Biker hätten es zudem selbst in der Hand, sagte Zastrow. "Die Allermeisten brettern ja nicht wie die Blöden durch die Ortschaften." Es gebe natürlich schwarze Schafe. Aber da müsse auch die Polizei eingreifen und mehr Geschwindigkeitskontrollen an beliebten Motorradfahrerstrecken machen.

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