Ahndung von Kriegsverbrechen:Zum Schweigen verdammt

Ahndung von Kriegsverbrechen: Baba Hydara zeigt ein Bild seines Vaters Deyda Hydara, der von Schergen des gambischen Regimes ermordet wurde. Vor Gericht in Celle sprach er ein bewegendes Plädoyer.

Baba Hydara zeigt ein Bild seines Vaters Deyda Hydara, der von Schergen des gambischen Regimes ermordet wurde. Vor Gericht in Celle sprach er ein bewegendes Plädoyer.

(Foto: RONNY HARTMANN/AFP)

Dank des Weltrechtsprinzips verhandeln deutsche Gerichte Fälle von Völkermord und Kriegsverbrechen - auch wenn sie weit weg begangen wurden. Eine Reform bedroht nun ausgerechnet die Rechte der Opfer.

Gastbeitrag von Patrick Kroker

Das Zentrum der internationalen Strafjustiz liegt nicht einzig in Den Haag, sondern auch in Deutschland - in den Gerichten von Koblenz, Celle und Frankfurt. Die Urteile, die dort gefällt werden, sind historisch: Die ersten Richtersprüche weltweit über Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Syrien von Diktator Baschar al-Assad und über den Völkermord des sogenannten Islamischen Staats an den Jesiden - sie stammen aus den Federn deutscher Richter.

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