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Weinstein-Skandal:Sexuelle Übergriffe als Machtinstrument

Mit dem Hashtag #metoo gehen Frauen in den sozialen Netzwerken an die Öffentlichkeit und berichten, dass auch sie Ziel von Übergriffen wurden.

(Foto: Camila Cordeiro/Unsplash.com)

Der Fall des Filmproduzenten Harvey Weinstein hat eine Debatte zu sexuellen Übergriffen ausgelöst. Fällig war das schon lange - doch warum droht sie nun dennoch zu verpuffen?

In Hollywood hat man Übung darin, Skandale unter den Teppich zu kehren. Seit das Kino sich zu einer Industrie ausgewachsen hat, werden damit Heerscharen von Pressesprechern und Anwälten beschäftigt. Sexuelle Übergriffe sind Machtmissbrauch, den gibt es in anderen Branchen auch. Er gilt aber in der Filmbranche als weniger überraschend. Die Betroffenen, meist Frauen, werden in Hollywood mit denselben Methoden - Sanktionen, Androhung von Gegenklagen, eisernem Zusammenhalt der Führungsriege - zum Schweigen gebracht. Warum das im Fall von Harvey Weinstein nicht funktioniert hat? Es ist ein Damm gebrochen, fast alle schlagen sich auf die Seite der Anklägerinnen, und man wird den Eindruck nicht los, dass die Unterhaltungsbranche Weinstein stellvertretend für den Präsidenten Donald Trump jagt, der trotz ähnlicher Vorwürfe vor ziemlich genau einem Jahr nicht zu Fall zu bringen war.

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