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Klassische Musik:Das Experiment Salzburg

Abstand auf der Bühne, Enge im Orchestergraben: Die Salzburger Festspiele beginnen am Samstagabend mit Richard Strauss' "Elektra" (Probenfoto).

(Foto: Bernd Uhlig/Salzburger Festspiele)

Die ganze Welt schaut auf diese Stadt: Während viele Sommerfestivals ausfallen, wagt Salzburg die Festspiele. Ohne Abstand für die Musiker, mit regelmäßigen Tests - und Kontakttagebüchern.

Von Michael Stallknecht

Wenn an diesem Samstagabend Franz Welser-Möst den Taktstock für Richard Strauss' "Elektra" hebt, dann herrscht Alarmstufe Rot bei den Salzburger Festspielen. Die mit den roten Bändern, das sind die, die keine Abstände einhalten müssen, die Gesangssolisten, aber auch die Kollektive, die Wiener Philharmoniker und der Wiener Staatsopernchor. Die erste gemeinsame Oper von Strauss und Hugo von Hofmannsthal, zwei Gründervätern der Festspiele, gehört zu denen mit den größten Orchesterbesetzungen im klassischen Kanon, zum, wie es manchmal heißt, "großen Repertoire" an der Schwelle von Romantik und Moderne. Mit 107 Musikern werden sich die Wiener Philharmoniker im Graben selbst der breiten Felsenreitschule drängen.

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