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Literatur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk:Selbstgerecht und aufgekratzt

Live aus dem Literaturhaus Köln (von links nach rechts): Insa Wilke, Jenny Friedrich-Freksa, die den Abend moderiert hat, Alf Mentzer, Volker Schaeffer und Kerstin Gleba.

(Foto: Getty, Imago, HR, Collage: SZ)

Medienmanager des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erklären Verlegerinnen, dass Literaturkritik nur eine linksliberale Blase anspricht. Ernsthaft? Über eine Diskussion im Literaturhaus Köln, die unzufrieden stimmt.

Von Felix Stephan

Viele Menschen besitzen heute weder Radio noch Fernseher, und die Programmchefs der öffentlich-rechtlichen Sender rätseln, wie sie den Weg zu diesen Menschen finden. Redaktionen werden umgebaut, Budgets umgeschichtet. Der Umbau von ARD und ZDF in digitale Medienhäuser ist inzwischen weit fortgeschritten. Von diesem Prozess bekommt die Öffentlichkeit wenig mit, es sei denn, er betrifft die Kultur: Im vergangenen Jahr bekam der Hessische Rundfunk Ärger, als er seine Kulturberichterstattung digitalisieren wollte. Jetzt sieht sich auch der WDR genötigt zu erklären, wie er sich diesen Umbau eigentlich genau vorstellt. Eine Petition, die gegen den Umbau des Kulturprogramms beim Radiosender WDR3 protestierte, bekam gerade in wenigen Tagen 6000 Unterstützer.

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