Satire in der Türkei:Erdoğans Katze

Satire in der Türkei: Am 9. Mai 2004 veröffentlichte die türkische Zeitung "Cumhuriyet" die Erdoğan-Zeichnung des Karikaturisten Musa Kart, das Bild bezog sich auf Korruptionsvorwürfe gegen den Politiker: Ausschnitt aus "Das Tagebuch der Unruhe".

Am 9. Mai 2004 veröffentlichte die türkische Zeitung "Cumhuriyet" die Erdoğan-Zeichnung des Karikaturisten Musa Kart, das Bild bezog sich auf Korruptionsvorwürfe gegen den Politiker: Ausschnitt aus "Das Tagebuch der Unruhe".

(Foto: © Karabulut Dargaud 2022 / © 2023 Carlsen Verlag GmbH)

Kann ein Land gleichzeitig autoritär geführt werden und politische Karikaturen lieben? Laut Ersin Karabuluts Comic-Reihe "Das Tagebuch der Unruhe": ja.

Von Léonardo Kahn

Denkt man an politische Karikaturen, wandern die Gedanken direkt nach Frankreich. Man denkt an den Canard enchainé und Charlie Hebdo, erinnert sich an den grausamen Terroranschlag 2015 und die weltweite Solidarität für ein journalistisches Genre, das eigentlich kurz vor dem Aus stand. An die Türkei denkt aber niemand, obwohl die Satire ein hohes Gut in der dortigen Presselandschaft ist. Zumindest war sie das, bevor Recep Tayyip Erdoğan an die Macht kam.

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