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Hollywood:"Love Story"-Regisseur Arthur Hiller ist tot

Arthur Hiller holds the Jean Hersholt Humanitarian Award that he received at the 74th annual Academy Awards in Hollywood

Regisseur Arthur Hiller bei der Oscar-Verleihung 2002.

(Foto: REUTERS)

Die Leinwandadaption des Bestsellers "Love Story" von Erich Segal rührte in den 1970er Jahren Millionen zu Tränen und brachte Hiller einen Golden Globe.

Der Regisseur des Liebesfilms "Love Story", Arthur Hiller, ist tot. Wie die Oscar-Akademie mitteilte, starb der gebürtige Kanadier am Mittwoch in Los Angeles. Er wurde 92 Jahre alt. Hiller war von 1993 bis 1997 Vorsitzender der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die alljährlich die Oscars verleiht.

Seinen größten Erfolg feierte Hiller mit der Leinwandadaption des Bestsellers "Love Story" (1970) von Erich Segal. Das Melodrama mit Ryan O'Neal und Ali MacGraw und dem berühmten Satz "Liebe bedeutet, niemals um Verzeihung bitten zu müssen" in den Hauptrollen wurde zu einem Welterfolg. Die Geschichte um den reichen Harvard-Student Oliver Barrett, der die schöne, aber arme und am Ende sterbende Jenny Cavalleri gegen den Willen seines Vaters heiratet, rührte Millionen Menschen zu Tränen. "Love Story" wurde für sieben Oscars nominiert. Der Film brachte Hiller den Golden Globe als bester Regisseur ein.

"Ich habe mir den Arsch aufgerissen, damit es keine Seifenoper wurde", erzählte der Regisseur 2010 der Zeitschrift Vanity Fair. "Ich wollte, dass man Anteil nimmt, aber nicht schon von Anfang an heult". Er habe damals schwören müssen, nicht mehr als zwei Millionen Dollar für die Dreharbeiten auszugeben. "Ich habe den verdammten Film 25 000 Dollar unter dem Budget abgeliefert", versicherte der gebürtige Kanadier.

Zu seinen weiteren Filmen zählten "Trans-Amerika-Express", "Zwei in Teufels Küche" und "Die Glücksjäger". In Hillers "The Man In The Glass Booth" (1975) spielte Maximilian Schell einen Juden, der sich nach Kriegsende als Nazi ausgibt, um einen Kriegsverbrecherprozess in Gang zu setzen. Die Rolle brachte Schell eine Oscar-Nominierung ein.

© SZ.de/dpa/ewid

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