Graffiti in MoskauHeldenkult statt Diskurs

Kriegshelden, denen ohnehin schon Denkmäler gesetzt sind, bekommen in Moskau nun auch noch großflächige Wandbilder. Protestkunst findet hingegen kaum statt.

Von Paul Katzenberger

Die meterhohe Darstellung des Fürsten Dmitrij Poscharski (links mit Helm) und des Kaufmanns Kusma Minin im Zentrum Moskaus ist ein typisches Beispiel für die Street Art der Stadt - sowohl von der Themensetzung als auch von der Realisierung her. Als Befreier des polnisch-litauisch besetzten Moskaus im Jahre 1612 sind beide bis heute Volkshelden, denen auch ein Denkmal auf dem Roten Platz aus dem frühen 19. Jahrhundert gewidmet ist. In Auftrag gegeben hatte das 20 Meter hohe Wandbild die Militärhistorische Gesellschaft Russlands bei dem Straßenkünstler Artur Kaschak aus der altrussischen Stadt Jaroslawl.

Bild: Paul Katzenberger 21. August 2018, 15:262018-08-21 15:26:42 © SZ.de/cag/dd